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25. August 2023

CDU: Versäumnis des Oberbürgermeisters


CDU: Versäumnis des Oberbürgermeisters

Solingen/„Die angekündigte Erhöhung der Kita-Beiträge verunsichert die Familien in Solingen und ist in
ihrer Ausarbeitung inakzeptabel. Die Kommunikation der Verwaltung ist erneut untragbar“,
eröffnet Daniel Flemm, Fraktionsvorsitzender der CDU. In einer Sitzung des
Jugendhilfeausschusses kündigte die Verwaltung an, die Beitragssatzung für Kita-Plätze
grundlegend zu überarbeiten. Doch statt einer moderaten Anpassung erwartet die meisten
Solinger Familien eine Beitragskeule. Denn Familien mit einem gemeinschaftlichen
Bruttojahreseinkommen von über 70.000 Euro werden mit deutlichen Beitragserhöhungen
rechnen müssen. „Das wird viele Familien in der Mittelschicht treffen, die wahrlich nicht zu
den Bestverdienenden unserer Gesellschaft gehören“, bemerkt Simone Lammert, kinder- und
jugendpolitische Sprecherin der CDU.
Versäumnis des Oberbürgermeisters
Besonders verärgert reagiert die CDU-Fraktion auf die Tatsache, dass die Verwaltung selbst
nicht beziffern kann, welche Auswirkungen die Erhöhungen für die Solinger Familien haben
werden. „Auf unsere Nachfrage im Ausschuss, wie viele Familien denn nach dem neuen
Modell von einer Erhöhung betroffen seien, bekamen wir nur Schulterzucken als Antwort. Das
sei eine ‚Blackbox‘, sagte uns die Verwaltung“, berichtet Simone Lammert aus der Sitzung.
Dabei zeigt sich die CDU offen für eine Veränderung der Beitragssatzung. Die letzte
Beitragsanpassungen gab es noch unter Oberbürgermeister Norbert Feith im Jahr 2009.
„Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat nunmehr fast 10 Jahre keine Anpassung
vorgenommen, und muss dieses Versäumnis nun mit der Brechstange nachholen. Das werden
wir so in keinem Fall akzeptieren“, kündigt Daniel Flemm für seine Fraktion an.
Beitragsanpassung ja, aber moderat
Dabei unterstützt die CDU das Ziel der Entlastung unterer Einkommensgruppen. Aus ihrer
Sicht setzt die Mehrbelastung jedoch bereits bei mittleren Einkommen ein. Die CDU-Fraktion
möchte unbedingt vermeiden, dass junge Familien durch eine Beitragserhöhung belastet
CDU-Fraktion sperrt sich gegen Erhöhung der Kita-Beiträge Solingen, 24.08.2023
Medienmitteilung werden. Durch die Schaffung zusätzlicher Einkommensgruppen und der Veränderung der
Geschwisterkinderregelung werden erhebliche Mehrbelastungen auf die Leistungsträger der
Gesellschaft zukommen. Paare, bei denen die Elternteile beispielsweise in der Pflege und bei
der Feuerwehr arbeiten, werden bereits deutliche Steigerungen der Beiträge spüren. „Mit
dem vorgeschlagenen Modell belastet die Verwaltung insbesondere die Schultern, die
ohnehin schon zu viele Lasten zu tragen haben. Damit zerstören wir bei vielen Familien den
Traum von einem guten mittelständischen Leben in unserer Stadt“, befürchtet Daniel Flemm.
Ausreichende Kinderbetreuung in Solingen muss sichergestellt sein
„Das vorliegende Modell ist eine gleichstellungspolitische Mogelpackung“, so Simone
Lammert. „Denn wenn Familien am Ende über 400 Euro monatlich für Kita-Beiträge entrichten
müssen, lohnt sich der Aufwand wirtschaftlich kaum. Das wird insbesondere junge Frauen von
der Aufnahme von Beschäftigung abhalten.“ Die CDU zeigt sich besonders besorgt, dass die
Kommunen es offensichtlich nicht mehr schaffen, Kinderbetreuung für breite
Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen. Dabei könne die Stadt auch nicht immer nur
auf die Verantwortung von Land und Bund verweisen, sondern müsse eigene Lösungen
präsentieren.
Die CDU wird daher zunächst eine verlässliche Datengrundlage der Verwaltung verlangen.
„Wir werden im städtischen Haushalt andere Finanzierungsmöglichkeiten finden, um junge
Familien vor Mehrbelastungen zu schützen“, verspricht Daniel Flemm abschließend.


PM CDU

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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