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15. August 2023

Balkhauser Kotten: Uferbereich wird gesichert

Solingen/Buhnen und Insel als wertvolle Strukturelemente des lebendigen Gewässers
Ab dem 4. September starten die Arbeiten am Wupperufer im Bereich des Balkhauser Kottens in Solingen. Dann wird ein Unternehmen im Auftrag des Wupperverbandes den Uferbereich sichern. Bereits ab dieser Woche erfolgen die Baustelleneinrichtung und die erste Materiallieferung.

Die Arbeiten dauern je nach Witterung und Wasserführung der Wupper ca. 6 Wochen.

Bei dem Extremhochwasser im Juli 2021 haben die enormen Wassermengen dazu geführt, dass sich das Flussbett der Wupper im Bereich Balkhauser Kotten verlagert hat.
Dadurch ging ein Teil der zum Kotten gehörenden Wiese verloren, denn die Wupper ist näher an das Gebäude gerückt.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Kiesbank entstanden.

Um zu vermeiden, dass die Erosion des Ufers im Bereich des denkmalgeschützten Kottens weiter voranschreitet, wird die Uferlinie mit großen Wasserbausteinen gesichert und mit Wupperkies hinterfüllt.

Außerdem wird die Strömung von der Uferseite des Kottens weg umgelenkt. Dies geschieht durch so genannte Buhnen - das sind in den Fluss hineinragende Anschüttungen von Wasserbausteinen und Kies. Die Buhnen werden im Bereich des ausgespülten Ufers und auch weiter stromaufwärts angelegt.

Gleichzeitig wird die bestehende Kiesablagerung als Insel erhalten und am Ufer gegenüber des Kottens zur Erhöhung der Strukturvielfalt ein neuer Gewässerarm ausgehoben.

Die aktuell vorhandene Aufweitung des Flussbetts bleibt erhalten bei gleichzeitiger Sicherung des Uferbereichs am Kotten. So erhält die Wupper im Sinne des grünen Hochwasserschutzes mehr Raum.

Das Projekt ist Bestandteil des Zukunftsprogramms Hochwasserschutz des Wupperverbandes: https://www.wupperverband.de/zukunftsprogramm-hochwasserschutz

 

Der Förderverein des Balkhauser Kottens wird einige vorhandene Erlen, die im Bergischen Land eine wichtige Baumart an Fließgewässern sind, entnehmen und nach Abschluss der Arbeiten wieder am Ufer anpflanzen.

Kompromiss von Ufersicherung und naturnaher Gewässerentwicklung

Dem Projektstart gingen umfangreiche Abstimmungen unter anderen mit Vertretern der Bezirksregierung Düsseldorf, der Stadt Solingen und des Kotten-Kuratoriums voraus.

Hierbei wurde ein für alle tragbarer Kompromiss aus Ufersicherung einerseits und Erhalt der wertvollen natürlichen Gewässerstrukturen andererseits gefunden.

Dieser Abschnitt der Wupper ist FFH-Gebiet und somit besonders geschützt. Die durch das Hochwasser entstandene Uferlinie nahe des Kottens und die Kiesbank sind für den Lebensraum Gewässer wertvolle Strukturen, die für einen natürlichen Fluss mit großer Artenvielfalt wünschenswert sind. Denn solche Strukturen sorgen für Abwechslung und Dynamik und bieten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten. In Steilufern z. B. können Eisvögel ihre Bruthölen anlegen.
Aber durch die Nähe zum denkmalgeschützten Gebäude des Kottens besteht an diesem konkreten Standort Handlungsbedarf, damit die Erosion nicht noch weiter in Richtung des Bauwerks voranschreitet und das Grundstück gesichert wird.

Nach umfangreichen Planungen, Gutachten und Genehmigungen kann nun die Umsetzung des Projektes erfolgen.

Die Maßnahme ist Bestandteil im Wiederaufbauplan des Wupperverbands und wird somit vom Land NRW im Rahmen der Landesrichtlinie Wiederaufbau NRW unterstützt.

 

 (Quelle: Wupperverband)

















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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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