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21. Juli 2023

Niederschlagärmster Juni seit 2010


Niederschlagärmster Juni seit 2010

Der Sommermonat Juni insgesamt war trocken und warm. Es fiel nur halb so viel Regen wie im langjährigen Mittel, teils auch deutlich weniger. Z. B. an der Bever wurden weniger als ein Drittel der üblichen Menge erfasst. Viele Tage waren niederschlagsfrei. Dies ergaben die Messungen des Wupperverbandes.

An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurden insgesamt 27 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Im langjährigen Mittel sind es im Juni dort 98 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid fielen 40 Liter, der Durchschnitt liegt hier bei 100 Litern.

Auf der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal lag die Regenmenge bei 47 Liter, im Durchschnitt sind es 94 Liter.

Damit war es an allen 3 Messstellen der trockenste Juni seit 2010. Dort waren die Werte in 2010 wie folgt: Bever-Talsperre 18 Liter, Buchenofen 31 Liter und Große Dhünn-Talsperre 13 Liter.

Nur an ca. 8 Tagen gab es Niederschlag mit jeweils geringen Mengen von max. 3 Litern pro Tag. Einen sehr nassen Tag gab es allerdings: Am 22. Juni fielen in Wuppertal-Buchenhofen 42 Liter, an der Großen Dhünn-Talsperre 32 Liter und an der Bever-Talsperre 19 Liter.

Somit fiel also ein Großteil des Juni-Niederschlags an nur einem Tag.

Dank der Regenmengen im Winter und Frühjahr ist die Trinkwassertalsperre Große Dhünn derzeit zu rund 86 % gefüllt. Das entspricht einem Wasservorrat in der Hauptsperre von rund 62 Mio. Kubikmetern.

Die größte Brauchwassertalsperre des Wupperverbandes, die Wupper-Talsperre, ist aktuell noch zu 74 % gefüllt.

In Trockenphasen gibt der Wupperverband Wasser aus den Talsperren an die Wupper und die Dhünn ab. So wird eine Mindestwasserführung in den Flüssen gewährleistet.

Laut DWD insbesondere letztes Monatsdrittel warm

Der DWD berichtete, dass insbesondere die 3. Monatsdekade sehr warm war. NRW lag im Juni mit 19,1 °C über dem Durchschnittswert von 15,4 °C. Insgesamt 300 Sonnenstunden wurden laut DWD in NRW im Juni gemessen, im Mittel sind 184 Stunden.


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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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