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18. Juli 2023

Alge in der Sengbachtalsperre

 
 
Alge in der Sengbachtalsperre  

Solingen/Keine Gefahr für Solinger Trinkwasser
 In der Sengbachtalsperre haben die Stadtwerke erneut die
Burgunderblutalge nachgewiesen, auch wenn diese bisher nur in
einem geringen Volumen und daher noch nicht sichtbar vorhanden ist.
Die Stadtwerke sind aber vorbereitet und geben Entwarnung: „Für die
Trinkwasseraufbereitung besteht keine Gefahr, da das Wasserwerk
Glüder seit einigen Jahren mit einer Vorfiltration und einer
Pulveraktivkohleanlage ausgerüstet ist, die die Alge schonend aus dem
Wasser filtert. Darüber hinaus wird das Roh- und Trinkwasser
durchgängig von unserem Labor auf Einhaltung der Grenzwerte
überprüft. Dies wird noch durch eine 24/7 Onlinemessung
unterstützt“, betont Norbert Feldmann, Hauptabteilungsleiter im
Wassermanagement bei den Stadtwerken Solingen.
 
„Algen wie diese sind im Moment sehr verbreitet, auch viele Badeseen
sind betroffen“ betont auch Pressesprecherin Lisa Nohl. „Das ist daher
nicht ungewöhnlich und wir konnten das Biovolumen durch unsere
Filteranlagen zudem direkt deutlich reduzieren.“  
 
Die 2016 in Betrieb genommene Filterstufe wurde damals notwendig,
weil bereits 2013 in der Sengbachtalsperre erstmals die
Burgunderblutalge – ein Bakterium, das auch Toxine freisetzen kann –
aufgetreten ist. Seinerzeit hatten die Stadtwerke Solingen das
Wasserwerk Glüder für insgesamt sieben Wochen vorbeugend vom

Netz genommen, um eine Gefährdung der Solinger Bürgerinnen und
Bürger auszuschließen. Die Wasserversorgung wurde damals über die
Große Dühnntalsperre und das Wasserwerk Baumberg aufrecht
erhalten.  
 
Die neue Halle beherbergt sechs neue Filterkessel, die die Vorfiltration
organischer Schwebstoffe übernehmen. Zusätzlich steht nun ein so
genannter Verweilzeitbehälter und ein Pulveraktivkohle-Silo zur
Verfügung. Beide sind jetzt mit dem Auftreten der Burgunderblutalge
relevant, wenngleich aktuell noch kein Grund besteht, alle
Schutzmaßnahmen voll auszuschöpfen. Mit der neuen Filterstufe und
der Möglichkeit Aktivkohle beizumischen, erreichen die Stadtwerke
eine hervorragende Qualität in der Versorgungssicherheit für Solingen.   
 
 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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