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01. Juli 2023

Erstmals rollt in Solingen der Hitzebus


 
Solingen/NEU: Erstmals rollt in Solingen der Hitzebus  
Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen der letzten Wochen und der noch
zu erwartenden Hitzewelle steigt die Gesundheitsgefahr für die Solinger BürgerInnen,
insbesondere aber auch für wohnungslose Menschen. Mit dem Hitzebus-Projekt will die
Stadt  Solingen  in  Zusammenarbeit  mit  dem  Malteser  Hilfsdienst  e.  V.  Wohnungslose
und  Bedürftige  an  den  heißen  Tagen  mit  kostenlosen  Getränken  und  Sonnenschutz
versorgen.  
 
Solingen, 30.06.2023:  In den letzten Wochen sind viele Menschen ins Schwitzen gekommen.
Hohe  Temperaturen,  dauerhafter  Sonnenschein  und  kaum  Wind  waren  die  Ursache.  Um
sich vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder gar einem Hitzschlag zu schützen, gibt
es drei Grundregeln:
• Hitze und Anstrengung meiden!
• Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
• Wohnung und Körper möglichst kühl halten!
Was aber, wenn man gar keine Wohnung hat, welche man kühl halten kann? Was tun, wenn
das Geld nicht reicht, um sich ausreichend mit gekühlten Getränken zu versorgen?  
 

Das ist für die Stadt Solingen Grund genug, Hilfe anzubieten. Angelehnt an das Kältebus-
Projekt,  bei  welchem  die  Stadt  Solingen  seit  vielen  Jahren  erfolgreich  mit  dem  Malteser
Hilfsdienst e. V. kooperiert, wurde nun das Hitzebus-Projekt ins Leben gerufen. In der Zeit
von Juli bis September fahren die Malteser mit dem Hitzebus dreimal wöchentlich
verschiedene Haltepunkte in Solingen an. Die Einsatzkräfte verteilen dort an Wohnungslose
und Bedürftige kostenlos kühle Getränke und Sonnenschutz.
 
„Wir freuen uns sehr, dass wir die Malteser für dieses Projekt gewinnen konnten“, so
Kathrin  Menzel  von  der  Fachstelle  für  Wohnungsnotfallhilfe  der  Stadt  Solingen. „Seit
einigen Jahren arbeiten wir mit dem Malteser-Team unter anderem beim Kältebus
vertrauensvoll zusammen. Die Einsatzkräfte sind erfahren und wissen, worauf es
ankommt.“
 
„Es ist für uns selbstverständlich, dass wir uns für Wohnungslose und Bedürftige in unserer
Stadt  einsetzen.  Daher  haben  wir  der  Anfrage  sofort  zugestimmt  und  setzen  nun  alles
daran,  auch  in  dieser  außergewöhnlichen  Situation  für  die  Menschen  da  sein  zu  können.
Eine  Hilfe  dieser  Art  wird  erstmals  in  Solingen  angeboten  und  ist  aus  meiner  Sicht  als
erfahrener  Notfallsanitäter wertvoll und manchmal auch lebensnotwendig“, ist Christian
Görlich, Dienststellenleiter der Malteser Solingen, überzeugt.
 
Finanziert  wird  das  Projekt  unter  anderem  von  der  Stadt  Solingen  sowie  Spenden  und
Mitteln aus dem Stärkungspakt des Landes NRW (https://www.mags.nrw/staerkungspakt-
nrw)
 
Sie  möchten  das  Hitzebus-Projekt  unterstützen?  Bettina  Heuschkel,  Projektleiterin  der
Malteser, nimmt Ihre Anfrage gern unter der kostenlosen Rufnummer 0800 86 85 840 oder
[email protected] entgegen.
 
 
Einsatzzeiten/-orte dienstags, samstags und sonntags:
13.00 Uhr Mummstraße in Solingen-Mitte
14.00 Uhr Walder Stadtpark  
15.15 Uhr Bremsheyplatz in Ohligs  
 
 
 PM Malteser
 
 
 
 
 
 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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