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23. Juni 2023

Planung für die Wupperinsel wird nicht weitergeführt

Planung für die Wupperinsel wird nicht weitergeführt
Intensiver Austausch führt zum Ergebnis

 

Solingen/Die Planungen zur Umgestaltung der Wupperinsel in Unterburg werden aktuell nicht weitergeführt. Das ist das Ergebnis eines intensiven Austausches von Stadt, Politik, Anwohnenden und Gastronomen. Zum Abschluss eines mehrmonatigen Prozesses hatte es am vergangenen Mittwoch (21. Juni) auf Einladung von Stadt und Bezirksvertretung vor Ort einen Informationsabend mit allen Beteiligten gegeben, die auch bereits an einem ersten Treffen im Januar teilgenommen hatten.

Es wurde noch einmal deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen wesentlich geändert haben, seitdem das Projekt im Zuge des Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) für Burg auf den Weg gebracht wurde. In den vergangenen Monaten hatte die Stadt Anregungen und Wünsche der Anliegenden aufgenommen und in die Planung einfließen lassen. Der überarbeitete Entwurf wurde jetzt vorgestellt.

Dabei ging es unter anderem um den Wunsch nach einer Optimierung des Parkraums, aber auch darum, das Areal besser vor Überflutung zu schützen. In der Überarbeitung wurde deutlich, dass eine (mindestens) gleichbleibende Anzahl von Parkplätzen die weitere Gestaltung stark einschränken würde. So müsste etwa der Spielbereich verkleinert werden und es gäbe weniger Grün. Hinzu kommt, dass eine Umgestaltung, die private Grundstücksflächen, die derzeit nicht zur Verfügung stehen, außen vorlässt, aus Sicht von Stadt und Planern nicht sinnvoll ist.  Die Wupperinsel baulich vom Fluss abzugrenzen, etwa durch einen Damm mit Deichkrone, ist nicht umsetzbar. Das Areal ist ausgewiesener Überflutungsbereich, deshalb sei eine solche Maßnahme nicht genehmigungsfähig, betonten Vertreter der Stadt. Darüber hinaus würde ein solcher Damm aber auch die Fläche deutlich verkleinern.

Unabhängig von möglichen Planungsvarianten machten die in Unterburg Betroffenen im Gespräch aber auch noch einmal deutlich, dass sie sich derzeit keine weitere Baumaßnahme im Ort vorstellen können. Nach Umbau der Eschbachstraße, Pandemie, Hochwasser im Juli 2021 und Schwierigkeiten, die sich durch die Energiekrise und die Folgen des Ukraine-Krieges ergeben, befürchten sie weitere Einschränkungen und Umsatzeinbußen im Tourismus und in der Gastronomie. „Grundsätzlich halten wir die Aufwertung der Wupperinsel weiterhin für wichtig, auch deshalb, weil 2025 die Sanierung von Schloss Burg abgeschlossen sein wird“, betont Planungsdezernent Andreas Budde.  „Aber wir haben auch großes Verständnis für die Sorgen der Menschen in Burg.“

Deshalb sei es jetzt sinnvoll, den Prozess anzuhalten und die Idee zur Umgestaltung möglicherweise noch einmal aufzugreifen, wenn der Ort zur Ruhe gekommen ist. Stadt, Politik und Beteiligte vor Ort wollen dazu im konstruktiven Dialog bleiben. Aus dem ISEK wird das Projekt nun herausgenommen. Aus diesem Topf könnte nur ein ganzheitlicher Ansatz finanziert werden, der eine sichtbare Aufwertung und eine verbesserte Aufenthaltsqualität zum Ziel hat, nicht aber eine Umgestaltung mit dem Schwerpunkt Parkplatz. Der bereits bewilligte erste Bauabschnitt wird nicht umgesetzt, für die vorgesehene Fortsetzung im zweiten Bauabschnitt kein Förderantrag gestellt. Für einen zweiten Anlauf in der Zukunft müssten neue Förderzugänge erschlossen werden.

Durchaus wünschenswert sei eine minimale Aufwertung der Fläche, zum Beispiel durch einen neuen Belag, eine Auslichtung des Uferbereiches, damit die Wupper besser gesehen werden kann, oder ein Wegeleitsystem. Dazu sind weitere Abstimmungen notwendig. Budde wies jedoch darauf hin, dass dafür aktuell weder personelle Kapazitäten noch Finanzmittel bereitstünden.

Informationen gab es im Gespräch auch zu weiteren Themen, die den Stadtteil betreffen. So erläuterten die Technischen Betriebe eine geplante Kanalbaumaßnahme, die in einer Zeit aufgeführt werden soll, wenn nur wenige Touristen den Ort besuchen. Zudem wurde ein Ausblick auf das  gesamtstädtische Parkraumbewirtschaftungskonzept gegeben, in dem auch stadtbezirksbezogene Parkraumeinzelkonzepte erstellt werden.

 
PM Stadtverwaltung
Foto peternied
 



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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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