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16. Juni 2023

Unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit


 
 
 

Solingen/Die CDU-Fraktion Solingen nimmt mit großer Verwunderung den aktuellen Vorschlag der Grünen zur
Durchführung eines Modellprojekts in Solingen im Rahmen der bundesweiten Cannabis-Legalisierung
zur  Kenntnis. Fraktionsvorsitzender  Daniel  Flemm  stellt  zu Beginn  klar,  dass  die  ablehnende  Haltung
der CDU gegenüber dem Antrag der Grünen nicht auf einer grundsätzlichen Haltung zum Für und Wider
der  Cannabis-Legalisierung an sich basiert: „Darüber entscheidet der Deutsche Bundestag und aller
Voraussicht nach wird es zu einer Legalisierung kommen. Mit den Konsequenzen dieser Entscheidung
werden wir in Solingen also in jedem Fall konfrontiert werden.“  Die  Christdemokraten  lehnen  den
konkreten Antrag der Grünen vielmehr deshalb ab, weil er aus ihrer Sicht kommunalpolitisch
unverantwortlich und handwerklich schlecht gemacht ist.
 
Grüne Schwerpunktsetzung geht am Alltag der Menschen vorbei
Der Vorschlag der Fraktion der Grünen im Stadtrat setzt aus Sicht der CDU demnach die völlig falschen
Prioritäten angesichts der angespannten Personal- und Finanzlage der Stadt. Flemm dazu weiter: „Wir
schaffen es derzeit nur mit Mühe unsere Pflichtaufgaben zu erfüllen, ohne uns neu zu verschulden und
unsere  ohnehin  schon  dünne  Personaldecke  endgültig  zu  überspannen.  Unter  diesen  Umständen
können wir es der Stadtverwaltung nicht zumuten, Luxusprojekte mit fragwürdigem Ausgang
zusätzlich stemmen zu müssen. Es mag der Wunschtraum einiger Mitglieder der Grünen zu sein, unter
dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit das Hanf in der Klingenstadt freizugeben. Mit uns sind derlei
Experimente nicht zu machen.“  
 
So befürchtet die CDU, dass  selbst wenn durch etwaige  Bundesförderung zwar zusätzliches Personal
eingestellt werden könne, trotzdem erhebliche Mehrbelastungen auf die Stadt zukommen. Angesichts
der wesentlich größeren Herausforderungen in anderen Bereichen, wird sich die CDU dafür einsetzen,
dass die knappen städtischen Ressourcen beispielsweise für die  Stadtentwicklung, Kitas und Schulen
oder  die  kommunale  Sicherheit  eingesetzt  werden.  Folglich  spricht  sich  die  CDU  dagegen  aus,  dass
ausgerechnet Solingen wie von den Grünen gefordert «ganz vorne mit dabei» sein solle. „Wir möchten
zwar  auch gerne,  dass  Solingen  Vorreiter  ist,  aber  dann  doch lieber  in  Bereichen wie  Digitalisierung,
Sicherheit oder Kinderbetreuung. Beim Cannabis lassen wir gerne Anderen den Vortritt“, kommentiert
Rafael Sarlak, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, das Vorhaben der Grünen abschließend.  
Solingen als Cannabis-Modellkommune:  
CDU lehnt dankend ab

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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