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16. Juni 2023

Falsche Bankmitarbeiter holen EC-Karte ab

Betrugsmasche: Falsche Bankmitarbeiter holen EC-Karte ab - Polizei bittet um Hinweise

Wuppertal (ots)In den vergangenen Wochen kam es im Bergischen Städtedreieck vermehrt
zu Betrugsversuchen durch vermeintliche Bankmitarbeiter. Der Ablauf
des Betrugs zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst die Angerufenen
darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass es einen Versuch gegeben
hätte, einen hohen Geldbetrag von ihrem Konto abzubuchen. Die Bürger,
die mit der Angst um ihr Geld überrumpelt werden, werden dann
zunächst um ihre EC-Karten-PIN gebeten. Sobald diese mitgeteilt ist,
kündigt der vermeintliche Bankmitarbeiter einen Kollegen an, der an
der Wohnanschrift vorbeikommt und die zum PIN gehörige EC-Karte
abholt. Mit EC-Karte und PIN wird durch die Täter dann umgehend Geld
an Automaten abgehoben.

Ein exemplarischer Sachverhalt aus Solingen:

Am Dienstag, den 13.06.2023 kam es in Solingen Merscheid, in der Zeit
von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr, zu einem Betrug zum Nachteil eines
90-Jährigen.

Der Mann erhielt einen Anruf von einem bislang Unbekannten, welcher
sich als Bankmitarbeiter ausgab. Dieser erklärte dem Senior, dass
jemand Unbefugtes versucht habe einen höheren Geldbetrag von seinem
Konto abzuheben. Daher sei es nötig, dass seine EC-Karte vor Ort
mittels eines speziellen Gerätes eingelesen und überprüft werde.
Unter diesem Vorwand erschien wenige Minuten später ein
vermeintlicher Bankmitarbeiter an der Wohnanschrift des Mannes, um
die EC-Karte entgegen zu nehmen. Der 90-Jährige wurde wiederholt dazu
gedrängt das Telefonat bis zur Übergabe nicht zu unterbrechen.

Bei der Person, welche die Karte widerrechtlich in Empfang nahm,
handelte es sich um einen ca. 1,90m großen Mann mit schlanker Statur,
im Alter von ungefähr 30 Jahren. Zum Zeitpunkt der Tat trug er
schwarze Haare und einen schwarzen Bart sowie ein helles T-Shirt und
eine helle Hose.

Trotz einer Kontosperrung im Laufe des Tages, ist ein Schaden von
1000 Euro durch das Abheben an einem Geldautomaten entstanden.

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Tätern machen können,
sich unter der 0202/284-0 zu melden.

An dieser Stelle nochmals der dringende Appell und die Warnung der
Polizei Wuppertal:

-    ECHTE Mitarbeiter von Banken, Sparkassen und anderen Geldinstituten
verlangen NIE die Herausgabe von Zugangsdaten, PIN- oder TAN-Nummern.
-    ECHTE Mitarbeiter von Banken holen NIE einzelne EC- oder
Kreditkarten an der Wohnanschrift ab.
-    Wenn der Anrufer Sie dazu drängt das Telefonat nicht zu beenden,
sollten Sie misstrauisch werden.
-    Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie ihrerseits bei ihrer Bank
an, um nach dem vorgegebenen Sachverhalt zu fragen.
-    Nutzen Sie dafür keine Telefonnummer, die Ihnen am Telefon
mitgeteilt wird, sondern die Nummer aus ihren Unterlagen. Lassen Sie
sich nicht vom Anrufer verbinden.
-    Geben Sie NIE eine PIN-Nummer an Dritte weiter.
-    Sollten Sie das Gefühl haben Opfer eines Betruges geworden zu sein,
nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrer Bank auf!
-    Sind Sie Opfer geworden? Informieren Sie SOFORT die Polizei!

Die Polizei bittet zudem Angehörige oder nahestehende Personen,
insbesondere mit älteren Menschen über die verschiedenen Methoden der
Trickbetrüger zu sprechen.

Auf der Internetseite  www.wuppertal.polizei.nrw  können Sie sich im
Bereich "Wuppertal - Kriminalität" zudem regelmäßig über aktuelle
Betrugsmaschen informieren. (jb)

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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