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27. Mai 2023

Elefant auf Reisen

Wuppertal/der seit Mai 2019 im Grünen Zoo Wuppertal lebende Afrikanische Elefantenbulle Tooth hat am Dienstagmorgen, dem 23. Mai 2023, Wuppertal verlassen und ist zurück in den Ouwehands Dierenpark Rhenen in den Niederlanden gereist, wo er am frühen Nachmittag wohlbehalten eintraf. In Rhenen gab es für den 30-jährigen Elefantenbullen ein Wiedersehen mit den drei Afrikanischen Elefantenkühen Aja, Duna und Tembo, mit denen er bereits von 2007 bis 2019 in dem niederländischen Tierpark zusammenlebte.

Als Tooth vor vier Jahren in den Grünen Zoo Wuppertal kam, hatte er bislang noch nicht für Nachwuchs gesorgt.

Inmitten der Wuppertaler Elefantenherde entwickelte er sich jedoch im Laufe der Zeit zu einem erfahrenen Zuchtbullen. Mit Elefantenkuh Tika zeugte er sein erstes Jungtier: Die kleine Mali kam am 14. Oktober 2022 gesund zur Welt. Auch Sabie, die Leitkuh der Herde, wurde von Tooth gedeckt. Die Geburt ihres Kalbes wird im Sommer dieses Jahres erwartet.

Dank des erfahrenen Tierpflegeteams, das den Elefantenbullen bereits seit mehreren Wochen mit einem speziellen Training auf den Transport vorbereitete, kooperierte Tooth auch am Transporttag sehr gut und ließ sich problemlos die erforderlichen Sicherungsketten an den Füßen anlegen. Damit der Transfer möglichst stressarm verlief, wurde der Elefantenbulle mit einem Beruhigungsmittel leicht sediert und betrat danach rückwärts den speziellen Transportcontainer. Ein Kran hievte anschließend den Container mitsamt Tooth auf einen Tieflader, der sich dann auf den Weg in die Niederlande machte. Für alle Schritte war Spezial- und Schwerlastequipment erforderlich, da der über 3,2 Meter hohe Tooth ein Körpergewicht von 6 Tonnen auf die Waage bringt. Ein Tierpfleger und eine Tierpflegerin aus dem Grünen Zoo begleiteten den Transport.

Die Abgabe des Elefantenbullen fand im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) für Afrikanische Elefanten statt, das vom Grünen Zoo Wuppertal geführt wird und die europaweite Zucht der Afrikanischen Elefanten koordiniert.  Auch in der Natur lebt ein Elefantenbulle nicht ständig inmitten einer Herde, sondern zieht als Einzelgänger oder zusammen mit anderen Bullen umher. Zur Paarung schließt er sich dann einer Gruppe aus Kühen und Kälbern an. Sobald alle paarungsbereiten Weibchen gedeckt wurden, verlässt er die Gruppe wieder und wandert weiter zur nächsten Herde, um dort nach paarungsbereiten Kühen Ausschau zu halten.

Vorerst wird kein neuer Elefantenbulle in den Grünen Zoo Wuppertal kommen, da der nun freigewordene Platz für den anstehenden Umbau und die Erweiterung der Elefantenanlage benötigt wird. Die Umbaumaßnahmen ermöglichen es, das Haltungskonzept vom derzeitigen direkten Kontakt auf den geschützten Kontakt umzustellen. Bei dieser Form des Tiermanagements herrscht stets eine räumliche Trennung durch ein schützendes Gitter zwischen Tiepflegeteam und Elefanten. Der europäische Zooverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) schreibt vor, dass bis zum Jahr 2030 alle Zoos die Elefantenhaltung auf diese Haltungsform umgestellt haben müssen.

Die Eingewöhnung von Tooth in Rhenen kann nach Beobachtung von ersten Deckversuchen als sehr erfolgreich bezeichnet werden und ist ein weiterer Schritt zum Erhalt einer stabilen, selbsterhaltenden Population von Afrikanischen Elefanten in menschlicher Obhut.

 

 

Text und Foto Quelle: Der Grüne Zoo Wuppertal.





















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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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