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16. Mai 2023

Baumkübel: Stadt fordert Nachbesserung



Baumkübel: Stadt fordert Nachbesserung


Solingen/Insgesamt 25 Stadtbäume sollen in der Innenstadt für mehr Grün sorgen. Stadt-Ulmen, Säulen-Hainbuchen und Japanische Schnurbäume wurden auf dem Neumarkt, dem Fronhof und dem Mühlenplatz sowie in der Kasinostraße aufgestellt, in großen Kübeln, die ihnen für mehrere Jahre Raum zum Wachsen geben. Eine schöne Idee, die in der Umsetzung jedoch aktuell noch nicht gelungen scheint: Die Kübel aus Holz sind nicht ordentlich verarbeitet, an einigen Stellen gehen sie bereits auseinander, an anderen zeigt sich deutlich, dass sie nicht lange halten werden.

"Das werden wir nicht tolerieren", erklärt Planungsdezernent Andreas Budde. "Wir erwarten, dass ordentlich und fachgerecht nachgearbeitet und möglicherweise auch ersetzt wird. Wir haben die Pflanzkübel noch nicht abgenommen und werden das auch in diesem Zustand nicht tun." Hintergrund für die Aktion ist ein Förderprogramm des Landes, an dem sich Solingen im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) „City 2030" beteiligt hatte. Die Bewerbung, die die Stadtentwicklungsplanung auf den Weg gebracht hatte, war erfolgreich und die Stadt konnte im direkten Kontakt mit einem regionalen Garten- und Landschaftsbau-Fachbetrieb Bäume und Holzkübel beziehen. Dieses Vorgehen war für alle teilnehmenden Kommunen vereinbart, damit die Aktion zügig starten kann. Einfluss nehmen konnten die Städte dabei auf die Auswahl an Baumarten, aber nicht auf die hölzernen Pflanzgefäße.

Angekündigt waren Kübel, deren Material, Ausstattung und Größe geeignet ist, um den Bäumen für mehrere Jahre Platz zu bieten, danach sollen sie an geeigneten Stellen im STadtgebiet ausgepflanzt werden. In der Förderung enthalten ist außerdem der Auftrag zum Gießen und zur Pflege. Darüber hinaus beobachten die Experten des Teilbetriebs Stadtgrün und Stadtbildpflege der Technischen Betriebe Solingen (TBS), dass es den Bäumen gut geht. Vorteil der Bäume in Kübeln: Gerade in der Innenstadt ist es oft schwierig, geeignete Flächen für Baumbeete in der Erde zu finden. Vor allem die Platzflächen werden unterschiedlich genutzt und oftmals sind unterirdische Leitungen im Weg. Die Bäume stehen an festen Standorten, die so ausgewählt wurden, dass sie bei Veranstaltungen nicht stören und Rettungswege freibleiben. Ausnahmen soll es nur bei größeren Veranstaltungen geben, etwa bei der Sommerparty. Da machen sie Platz für die Bühne.

Ziel ist es nun, die kaputten Kübel schnellstmöglich zu reparieren oder zu ersetzen, auf jeden Fall eine langlebige Lösung bei der ausführenden Firma einzufordern, damit das Grün die Innenstadt bereichern kann. Die Stadt ist deshalb bereits seit der vergangenen Woche mit dem zuständigen Garten- und Landschaftbauunternehmen im Austausch.

Die Aktion unterscheidet sich grundlegend von der, die die Stadt im vergangenen Jahr initiiert hatte. Damals waren Blumenkästen für eine saisonale Nutzung aufgestellt worden. Zwei von insgesamt rund 30 Interims-Blumenkästen haben sich jedoch über die Monate gut gehalten und werden von Anliegenden engagiert gepflegt, sodass sie auch in diesem Frühjahr mit ihrer bunten Blütenpracht erfreuen.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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