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14. Mai 2023

Photovoltaik in Solingen


Photovoltaik in Solingen

Solingen/„PV-Nutzung weiter voranbringen!“

Zahlreiche Experten bei einer Impulsveranstaltung von SPD, Grünen und FDP

Die Nutzung von Photovoltaik in Solingen soll auch mit politischer Unterstützung aus dem Rat massiv vorangebracht werden. Nach gemeinsamen Anträgen holten sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP nun zahlreiche Expertinnen und Experten in eine gemeinsame Impulsveranstaltung. Sie ersetzte in der „Gläsernen Werkstatt“ diesmal die wöchentlichen Fraktionssitzungen. „Wir waren alle positiv überrascht, wie intensiv und auch erfolgreich das Rathaus wichtige Projekte bereits voranbringt“, sagt Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat. „Das Thema ist nicht nur angekommen, sondern bei allen Plänen sehr konkret in der Umsetzung.“

So schilderte Matthias Knospe, Leiter des Solinger Gebäudemanagements, dass Photovoltaik (PV) längst bei allen Bauvorhaben mitgeplant werde. So erzeuge die künftige Ohligser Feuerwache an der Brunnenstraße nicht nur auf dem Dach Strom, sondern auch an ihrer Südwest-Fassade. Ariane Bischoff, Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit beim Oberbürgermeister, hatte zuvor in ihrer Analyse deutlich gemacht, welch große Aufgaben allein mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Solingen verbunden sind.

„Die Stadt muss dabei mit ihren vielen Gebäuden eine Vorreiterrolle übernehmen“, sagt Frank Knoche, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen. „Und es muss verstärkt auch um die bestehenden Bauten gehen und nicht nur um die Neuplanungen.“ Der Rat müsse dies politisch mit den entsprechenden Beschlüssen stützen. „Der Konsens darüber in unseren drei Fraktionen ist für Solingens Energie-Zukunft eine gute Basis.“

Wichtige Aspekte aus der Praxis mit Planung, Bau und Betrieb von PV-Anlagen steuerten Horst Berg und Katja Blumenberg bei, Vorstandsmitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Solingen. 14 solcher Anlagen sind dank des ehrenamtlichen Engagements der inzwischen mehr als 350 Genossenschafterinnen und Genossenschafter entstanden. Auch die Stadtwerke Solingen richten sich längst strategisch auf die neuen Herausforderungen aus. Fredrik Schacht und Tim Reischke stellten für die SWS die dafür aufgebauten Strukturen vor und zeigten an konkreten Beispielen, wie künftig Versorgungskonzepte für ganze Quartiere geplant und umgesetzt werden sollen.

Und Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Solinger Wirtschaftsförderung, berichtete von vielen Gesprächen mit Unternehmen, die dem Druck der Energiekosten mit der sorgfältigen Untersuchung ihrer Werksgelände begegneten. Im Ziel dabei: Hallendächer und immer stärker auch die Parkplätze für den Sonnenstrom zu nutzen. „Insgesamt ist nochmal deutlich geworden, dass der Photovoltaik bei der Stromerzeugung eine Schlüsselrolle zukommt“, sagt Iris Preuß-Buchholz. „Wind und Wasser sind für Solingen leider keine nennenswerten Alternativen.“

„Die Energiewende wird nicht in Berlin, sondern vor Ort in den Kommunen gestaltet und umgesetzt“, sagt Jürgen Albermann, Vorsitzender der FDP-Fraktion. „Dies wollen die Fraktionen von SPD, Grüne und FDP in Solingen mit einer Photovoltaik-Offensive voranbringen. Mit unserem Vorstoß zeigen die drei Fraktionen einmal mehr, dass wir vor Ort lösungsorientiert zusammenarbeiten und wichtige Themen für Solingen anpacken.“

In der Impulsveranstaltung kamen aber auch die noch zu lösenden Probleme auf den Tisch – unter anderem in den Fragerunden nach den Vorträgen. Beispiele: Denkmalschutz und der allgegenwärtige Fachkräftemangel. „Vieles davon werden wir hier in Solingen aktiv angehen können und müssen“, fordert Bürgermeister Thilo Schnor (Bündnis 90/Die Grünen), der den Abend als Vorsitzender des Klimaschutz- und Umwelt-Ausschusses (AKUMW) moderierte. „Für wichtige Punkte wie Fördermittel und vernünftige gesetzliche Rahmenbedingungen sind aber Bund und Land gefordert.“

Und Jürgen Albermann regt als ersten Vorschlag gemeinsame PV-Projekte auf Schuldächern an: „Damit könnte man einen guten Bogen schlagen von Klimaschutz und Kostensenkung bei der Energie über anschaulichen Unterricht bis zur Werbung für das Handwerk und damit den Abbau von Fachkräftemangel.“

 

Fotohinweis: Als einer der Referenten stellte Fredrik Schacht die strategische Ausrichtung der Stadtwerke Solingen im Bereich der erneuerbaren Energien vor. (Bildhinweis: privat)

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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