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28. April 2023

"Frauen! Macht! Politik!"

"Frauen! Macht! Politik!": Foren und Vorträge ermutigen

Teaser für Seminarreihe: Am Mittwoch kommt Prof. Dr. Rita Süssmuth in die VHS

Solingen-In der Klingenstadt leben deutlich mehr weibliche (83.910) als männliche Menschen (80.591 - Stand: 31.01.2023). Trotzdem sind nur ein Viertel der Stadtrats-Mitglieder Frauen. Mit Blick auf die nächste Kommunalwahl im September 2025 und auf Initiative engagierter Solinger Bürgerinnen organisieren die Solinger Gleichstellungsstelle und die Bergische Volkshochschule unter dem Motto "Frauen! Macht! Politik!" in der zweiten Jahreshälfte eine sechsteilige Seminarreihe für angehende Kommunalpolitikerinnen. Mehr erfahren potenzielle Teilnehmerinnen und alle Interessierten bei drei Veranstaltungen im Mai.

Am Mittwoch, 3. Mai, möchten die Leiterin der Bergischen Volkshochschule Anna Lenker und die Solinger Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki um 18:30 Uhr im VHS-Forum an der Mummstraße ins Gespräch mit der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth kommen. Die "Grande Dame" der CDU wurde 1985 ins Kabinett Kohl berufen - als erst zweite Frau. Bereits ein Jahr später ergänzte sie ihr Ministerium um frauenrelevante Themen und kämpft fraktionsübergreifend bis heute für deren Anliegen. "Demokratie braucht uns alle", betont Süssmuth und beklagt, dass es "in der deutschen Geschichte bis heute kein Parlament gab, in dem Frauen und Männer auch nur annähernd zu gleichen Teilen repräsentiert waren". Um Anmeldung bittet [email protected].

Als Schirmfrau bewirbt Ioanna Zacharaki das Kick-off zur Seminarreihe "Frauen! Macht! Politik!" am Samstag, 6. Mai, von 14 bis 17 Uhr. In der Gläsernen Werkstatt an der Hauptstraße 61-63 werden Oberbürgermeister Tim Kurzbach und die NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul Einblicke in den kommunal- und landespolitischen Alltag geben. Auf politisch interessierte Frauen jeden Alters warten zudem Themen-Talks und kulturelle Intermezzi. Weitere Infos und Anmeldung bei [email protected].

Um die vier "Mütter des Grundgesetzes" geht es im Öffentlichen Frauenforum am Montag, 8. Mai, von 17 bis 19 Uhr im Rathaus (Altbau, Raum 102) gleich in doppelter Hinsicht. Die Solinger Journalistin Stefanie Mergehenn hält einen Vortrag über Helene Wessel (Zentrum), Helene Weber (CDU), Frieda Nadig (SPD) und Elisabeth Selbert (SPD), die 1949 im Parlamentarischen Rat die deutsche Verfassung mitgestalteten. Zudem informieren 17 großformatige Plakate über Leben und Wirken der Mütter des Grundgesetzes. Diese Ausstellung wird anschließend vom 10. Mai bis zum 22. Juni zu den üblichen Öffnungszeiten (montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr in der Volkshochschule, 3. Stock im Kulturzentrum an der Mummstraße 10) zu sehen sein. Für das Frauenforum wird um Anmeldung gebeten unter [email protected].

Die sechsteilige Seminarreihe "Frauen in die Politik" startet am Samstag, 12. August. In halb- oder ganztägigen Modulen geht es bis Januar 2024 um Themen wie Feministische Politik, Rhetorik, „Hate Speech", Gesprächsführung und Öffentlichkeitsarbeit. Aber auch Wissenswertes zu Aufbau und Funktion politischer Gremien in Solingen werden vermittelt - verbunden mit einem Besuch des Landtags im September.

 










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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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