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21. April 2023

Kuchenverkauf im Botanischen Garten geht weiter

Kuchenverkauf im Botanischen Garten geht weiter
Verwaltung und Stiftung vereinbaren Lösung


Solingen/Die Lösung ist gefunden: Auch weiterhin kann im Botanischen Garten selbstgebackener Kuchen angeboten werden. Mit der Stiftung Botanischer Garten wurde vereinbart, dass Kuchen, der ehrenamtlich im privaten Rahmen hergestellt und am Kiosk verkauft wird, deutlich erkennbar ist. Ein Warnschild weist darauf hin, dass der Verzehr auf eigene Gefahr erfolgt.

Der zuständige Rechtsdezernent Jan Welzel erläutert, dass der Verkauf grundsätzlich rechtswidrig sei, dennoch aber toleriert werde. Der Kuchen werde kontinuierlich verkauft, deshalb müsse er unter lebensmittelrechtlichen Normen eingestuft werden und es gelten entsprechende EU-Verordnungen. „Sie dienen dazu, Verbraucherinnen und Verbraucher zu schützen," betont Welzel. Vor diesem Hintergrund stellt er sich auch unbedingt hinter die Lebensmittelkontrolleure des Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA), die den Verkauf zunächst untersagt hatten.

Die Verwaltung setze im Rahmen ihres Eingriffsermessens jedoch auf das mildere Mittel - einen deutlich erkennbaren Warnhinweis. Somit könnten die Gäste des Botanischen Gartens eigenverantwortlich entscheiden, ob sie ein Risiko in Kauf nehmen wollen. Eine Gefahr für die Gesundheit sei durchaus möglich, werde aber als gering eingestuft. „In die rechtliche Abwägung ist ausdrücklich das verfassungsrechtliche Schutzgut der Vereinigungsfreiheit eingeflossen, unter die die gemeinnützige Tätigkeit des Vereines fällt," führt der Rechtsdezernent aus. Die jetzt gefundene Regelung gilt bereits ab Sonntag.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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