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14. April 2023

Das Schulwesen in Aufderhöhe

Streifzug durch die Geschichte: Das Schulwesen in Aufderhöhe

Solingen/ von Peter Nied – Schule war und ist stets das Spiegelbild einer funktionierenden Gesellschaft. Kultur, Fortschritt und Wirtschaft haben ihren Ursprung in einer schulischen – und beruflichen Ausbildung. Das Schulwesen im Raum Aufderhöhe hat eine lange Geschichte und wurde in seinen verschiedenen Formen den neuen Bedürfnissen ständig angepasst.
Den Quellen Grah, Mutz, Rosenthal Band 3 und der Festschrift 75 Jahre Löhdorfer Schule entnehmen wir die geschichtlichen Zuordnungen der frühen örtlich festgelegten Standorte einiger Schulen im Raum Aufderhöhe.
Die Honschaft Rupelrath hatte wohl schon im 17. Jahrhundert zwei eigenständige Schulen. „Auf dem Brand“ und „zur Capellen“ standen aber auch unter starkem Konkurrenzdruck, sodass eine der beiden Schulen nur kurz in Betrieb war. Nachfolger von „Auf dem Brand“ (1670) waren einige sogenannte Schullokale. Das reformierte Konsistorium setzte dann 1763 ein endgültiges Verbot der Schule „Auf dem Brand“ durch.
Im Jahre 1801 wurde eine Schule bei der Reinoldikapelle erneuert. Hierbei muss es sich um die Schule „zur Capellen“ gehandelt haben. In den Jahren 1812 – 1832 steigt die Schülerzahl von unter 10 auf 120, ein neues Schulhaus wird gebaut und die Einrichtung in Rupelrath steht vor der Schließung. Dann wird 1904 die Schule in die ev. Schule in Landwehr integriert. Selbst in den kleinen Hofschaften Haasenmühle und Wippe gab es 1770 und 1775 kleine Schulen.
Etwas undurchsichtig ist der mehrmalige Wechsel der Konfessionen der Schule an der Aufderhöherstraße 99. 1895 wurde eine zweiklassige ev. Schule dort in Betrieb genommen. 1898 wird im gleichen Gebäude eine kath. Schule eröffnet und 1948 wird die Neugründung einer katholischen Volksschule bekannt gegeben. Vierzehn Jahre später wird der Dachstuhl ausgebaut, die Schülerzahl stieg auf weit über 200.
Eine weitere Umbenennung erfolgt 1968 in „Gemeinschaftsschule Aufderhöhe“ und 1970 ist es die städtische Grundschule Aufderhöhe. Mittlerweile wurden mehrere Klassen in die Schulen an der Uhlandstraße und der Friedenstraße ausgelagert.
Auch in Brücke wurden Kinder unterrichtet. Für kurze Zeit wurden 86 Kinder im Restaurantgebäude des Wirtes Specker auf das Leben vorbereitet. Später als Gaststätte „Beim Öhm“ bekannt.

Die Volksschule Landwehr ist der oben genannte Nachfolger der geschlossenen Schule in Rupelrath. Sie wird 1904 eingeweiht und im Jahr 1968 aufgelöst. Seit mehr als 250 Jahren findet die Schule Löhdorf eine Erwähnung. Ab etwa 1650 entstanden die sogenannten Honschaftsschulen, unter ihnen auch in der Honschaft Barl 1684 eine Löhdorfer Schule.
Das wohl älteste Schriftstück, das auf diese Schule verweist, kann auf 1775 datiert werden. Die Schule Neu Löhdorf wurde 1822 erbaut und 1977 niedergelegt. An der heutigen Uhlandstraße wurde das Richtfest für eine neue Löhdorfer Schule am 8. November 1906 gefeiert.
Nach mehrmaligem Wechsel der Schulform wurde schließlich 1953 aus dem Lyzeum die „Geschwister Scholl Schule“. 1990 verlassen die letzten Abiturienten dieses Gymnasium und die Schule an der Uhlandstraße wird Außenstelle der Gesamtschule an der Querstraße.

Foto Stadtarchiv Solingen

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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