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27. November 2022

„Passt doch! - Integration durch E-Sports“


    
 
„Passt doch! - Integration durch E-Sports“  

Solingen/Am 02.12.22 ist es so weit – der SV Solingen bietet sein erstes E-Sports-Event
an. Mit diesem speziellen Angebot spricht der Verein Jugendliche mit und ohne
Migrationshintergrund an. Mitmachen können Jungen wie Mädchen im Alter von
12 – 18 Jahre.
In  Kooperation mit dem  WMTV  können  sich  am  kommenden  Freitag  Jugendliche  in
verschiedenen Altersgruppen per Playstation battlen. Neben dem virtuellen
Fußballspiel werden die Kids vom Integrationsteam des SV Solingen im Rahmen der
Aktion „Null Alkohol - voll Power“ angeleitet, alkoholfreie Cocktails zu mixen. Geschulte
Übungsleiter  des  WMTV  bieten  zudem  etwas  Bewegung  durch  Dehnübungen  und
vermitteln Techniken für gesundes Sitzen am PC. Das Event findet von 18 – 22.00 Uhr
(je nach Alter) im Clubraum auf der Adolf-Clarenbach-Straße statt. Nähere
Informationen sowie Anmeldung unter [email protected]
Bereits im August dieses Jahres rief der SV Solingen 08/10 e. V., einer der größten
Fußballvereine  Solingens,  das  Integrationsprojekt  ins  Leben.  Schnell  fand  sich  ein
ehrenamtlich  engagiertes  Integrationsteam,  welches  sich  seither  intensiv  um  die
Bedürfnisse der Vereinsmitglieder mit Migrationshintergrund kümmert.  
„Bei uns zählen das Miteinander und die sportliche Förderung unserer Mitglieder.
Dabei spielen Religion, Herkunft und Geschlecht schon lange keine Rolle mehr. Schon
immer zeichneten sich unsere Mannschaften durch eine bunte Vielfalt an Kindern und
Jugendlichen  aus.  Das  ist  auch  im  Seniorenbereich  nicht  anders“,  weiß  Bettina
Heuschkel, Initiatorin des Integrationsprojekts beim SV Solingen.
Ziel  des  Integrationsprojekts  ist  es,  neu  Zugereiste  gut  in den  Verein  aufzunehmen,
sie schnell in den jeweiligen Teams ankommen zu lassen und ihnen bei bürokratischen
Angelegenheiten zu helfen. „Aber auch Eltern und Geschwister sollen sich bei uns wie
zuhause fühlen“ sind sich die Integrationshelferinnen Natalia Slanina und Emilia Aiello
einig. Daher finden auch regelmäßige Events statt, wo Fußball zur Nebensache wird.
   
 
 
So  ist  die  Idee  zu  einem  speziellen  Integrationsangebot  des  SV  Solingen,  gefördert
aus Mitteln des Landes NRW im Rahmen des Projektes KOMM-AN NRW entstanden.
Künftig  soll  es  weitere  Angebote  im  Sinne  der  „Integration durch Sport“, aber auch
spezielle Sprechstunden geben, wo sich Eltern beraten lassen können. „Hier geht es
nicht nur um den Fußball“, erzählt Emilia Aiello. „Wir möchten für die Kinder da sein
und ihre Eltern im Alltag unterstützen. Wo wir nicht helfen können, versuchen wir, Hilfe
zu  vermitteln.  Ganz  großen  Wert  legen  wir  darauf,  dass  sich  unser  Angebot  nicht
ausschließlich an unsere Mitglieder richtet. Bei uns sind alle Neuzugereisten herzlich
willkommen!“  Das  Team  freut  sich  selbstverständlich  auch  auf  Unterstützung  durch
weitere ehrenamtlich Engagierte mit und ohne Migrationshintergrund.  
Kontakt:  
[email protected] oder Telefon 0172 570 69 05
 
KOMM-AN  NRW ist  ein  Programm  des  Landes  Nordrhein-Westfalen  zur  Förderung
der  Integration  von  Geflüchteten  in  den  Kommunen  und  zur  Unterstützung  des
bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe.  


Foto unseres Integrationsteams (Quelle: SV Solingen)





 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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