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16. November 2022

Streit ums Bürgergeld:

Streit ums Bürgergeld:

„Nicht auf dem Rücken der Schwächsten!“

Solingen/Sozialpolitiker Uli Preuss: „Zusätzlich wird erneut der Druck auf die Städte erhöht“

Die Blockade des neuen Bürgergelds im Bundesrat sorgt auch in Solingen für Enttäuschung und Empörung: „Es geht vor allem um die bewusst erzeugte Grundstimmung gegen die betroffenen Menschen“, sagt Uli Preuss nach einer Sitzung der Solinger Armutskonferenz. Der SPD-Sprecher im Sozialausschuss: „Parteipolitische Taktik darf aber niemals auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden. Viele Menschen müssen gerade jetzt mit jedem Cent rechnen und sind vor allem zum Jahreswechsel auf jeden Euro angewiesen.“

Der generalisierte Verdacht des Sozial-Missbrauchs richte sich pauschal gegen alle Bedürftigen und treibe damit einen weiteren Keil in unsere Gesellschaft: „Wo bleibt denn an dieser Stelle das so oft beschworene Vertrauen in den mündigen Bürger?“, fragt Uli Preuss. „Hier wird das bekannte Fehlverhalten einer Minderheit zum Generalverdacht gegen alle finanziell Schwachen gemacht. Niemand würde sich trauen, alle Gutverdiener unter den Verdacht des Steuerbetrugs zu stellen.“

Zum umstrittenen Thema „Schonvermögen“ verweist der erfahrene Sozialpolitiker beispielsweise auf Schicksalsschläge wie Unfälle oder Krankheit, die zur Bedürftigkeit führen können: „Soll diesen Menschen gleich auch die Wohnung und die über Jahre zusammengesparte Altersversorgung abgenommen werden?“

Ärgerlich sei die Blockade aus parteipolitischer Taktik auch aus einem anderen Grund: „Wegen der Verzögerung geraten die Städte jetzt völlig unnötig zusätzlich unter Zeitdruck“, sagt Uli Preuss: „Die Menschen warten zu Jahresbeginn auf das Geld – aber auch die Solinger Verwaltung wird die nötigen gesetzlichen Bestimmungen dadurch jetzt erst sehr kurzfristig erfahren.“

 
PM SPD Solingen

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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