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16. September 2022

Schleimspur führt zum Schmuggelgut

Schleimspur führt zum Schmuggelgut

Düsseldorf (ots)93 Riesenschnecken, entdeckten Zöllner am Düsseldorfer Flughafen am 7.9.22 in einer Sendung aus Nigeria.

Dabei nahmen sie zunächst zufällig auf der Ladefläche eines Gepäckwagens einen größeren Gegenstand wahr, den sie zunächst für ein Spielzeug hielten. Bei näherem Hinsehen bemerkten sie allerdings, dass es sich um eine ca. 20 cm große Riesenschnecke handelte. Als sie die Schleimspur der Schnecke zurückverfolgten, entdeckten sie den Kopf einer zweiten Schnecke, der aus dem Loch eines Gepäckstückes aus Nigeria herausschaute. Nachforschungen ergaben, dass sich noch fünf weitere Gepäckstücke für den gleichen Empfänger, ein Afroshop im Ruhrgebiet, im Sammellager befanden, die ebenfalls Schnecken enthielten, von denen die meisten, aber leider nicht alle, den Transport lebend überstanden hatten. Zu den insgesamt 93 Schnecken gesellten sich dann noch 28 kg gemischte Fisch- und Fleischräucherstücke, sowie ein Koffer mit Fleisch, in dem sich bereits hunderte Maden befanden. Für Fisch und Fleisch wurde die sofortige Vernichtung angeordnet.

Die Riesenschnecken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit als Delikatesse zum Verzehr eingeführt wurden, sind zwar nicht artengeschützt, dennoch sind beim Transport veterinärrechtliche Regeln zu beachten, die hier nicht eingehalten wurden. Außerdem verstößt die Art des Transports gegen Tierschutzgesetze.

Die Schnecken wurden dem Tierrettungsdienst der Stadt Düsseldorf übergeben. Den Einführer erwartet nun ein Verfahren wegen Verstößen gegen veterinärrechtliche Vorgaben und gegen Tierschutzgesetze. Darüber hinaus muss er für die Kosten der Vernichtung der Fisch- und Fleischwaren aufkommen.

"Noch nie in der Geschichte des Düsseldorfer Zolls hat uns eine Schleimspur zu Schmuggelgut geführt. Insofern ist dieser Fall für uns einzigartig", so Michael Walk, Pressesprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.

Foto HZA Düsseldorf

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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