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24. August 2022

LKA: Geldautomatensprenger gefasst

Düsseldorf (ots)Erfolgreiche Ermittlungen des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) und der niederländischen Polizei führten in der Nacht zu Mittwoch zu vier Festnahmen.

Nachdem drei Tatverdächtige vergeblich versucht hatten, den Geldautomaten einer Kreissparkasse in Königswinter zu sprengen, flüchteten sie mit hoher Geschwindigkeit in einem roten Audi vom Tatort. Die Tatausführung in Königswinter scheiterte, weil vor der Sprengung die Vernebelungsmaschine der Sparkassenfiliale aktiviert wurde.

Aufgrund eines bereits gemeinsam geführten Verfahrens der Ermittlungskommission "HEAT" des LKA NRW und niederländischen Ermittlungsbehörden unter der Leitung der bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten (ZeOS NRW) waren die Tatverdächtigen bereits im Fokus der Ermittler.

Das ermöglichte eine unmittelbare Nacheile der Polizei. Der Zugriff erfolgte schließlich durch NRW-Spezialeinheiten in Rheinland-Pfalz. Dabei wurden mehrere Einsatzwagen und das Tatfahrzeug beschädigt. Im Fahrzeug fanden die Ermittler typisches Beweismaterial, das für Geldautomatensprengungen verwendet wird.

Die drei niederländisch-marokkanischen Tatverdächtigen stammen aus Utrecht und sollen im Laufe des morgigen Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Niederländische Polizeikräfte nahmen anschließend einen weiteren Tatverdächtigen im Raum Kerkrade fest, der die anderen bei der Tat logistisch unterstützt haben soll. Die Ermittlungen dauern an.


Foto Polizei NRW

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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