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01. Juni 2022

„CDU verspottet die Kleingärtner!“


Bussche-Kessel-Weg:

„CDU verspottet die Kleingärtner!“

Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz: „Sichere Lösung nicht gefährden.“

Die SPD-Ratsfraktion macht sich wegen des Verhaltens der CDU im Planungsausschuss Sorgen um die Glaubwürdigkeit der gesamten Solinger Politik: „Die Kleingärtner am Bussche-Kessel-Weg müssen sich doch verspottet vorkommen“, sagt die Vorsitzende Iris Preuß-Buchholz. „Vor wenigen Tagen noch verkündet Marc Westkämper in den Medien großspurig die Rettung der Kleingärten – und im Fachausschuss verhindern er und seine Gefolgsleute die sichere Lösung durch ihr Nein zur Verwaltungsvorlage.“

Ramona Engels, langjährige SPD-Planungspolitikerin und Sprecherin im Planungsausschuss, macht die akute Gefahr des seltsamen CDU-Verhaltens deutlich: „Wenn wir nur den alten Bebauungsplan aufheben und keinen neuen Aufstellungsbeschluss fassen, fallen Gewerbeflächen komplett weg, die von diversen Unternehmen noch gebraucht werden.“

„Die Blockade ist besonders dreist, weil die Verwaltungsvorlage und der Antrag von SPD, Grünen und FDP die CDU eigentlich vor einer dicken Blamage rettet“, erinnert Iris Preuß-Buchholz an den letzten Sommer: „In der heißen Wahlkampf-Phase vor der Kommunalwahl haben die CDU-Vertreter den Kleingärtnern in Ohligs das Blaue vom Himmel versprochen – ohne auch nur den geringsten Plan gehabt zu haben, wie sie das jemals erfüllen könnten.“ Denn der Bahn die Gewerbeflächen zum entsprechend hohen Preis abzukaufen und dann den Kleingärtnern quasi zum „Blumenwiesen-Tarif“ zu verpachten, sei eine kuriose Illusion gewesen. Iris Preuß-Buchholz: „Das hätte spätestens die Bezirksregierung kassiert. Vielleicht sollte Herr Westkämper mal die jüngste Haushaltsverfügung der Regierungspräsidentin lesen.“

Die jetzige Vorlage hingegen rette die Kleingärten, sichere wichtige Gewerbeflächen und spiegele in Sachen Verlängerung der Viehbachtalstraße die seit Jahren herrschende Realität. „Selbst die Wirtschaft hat sich längst von den überholten Ausbau-Plänen verabschiedet“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende. Ähnliches höre man eigentlich auch aus den jüngeren CDU-Kreisen. „Es fällt daher wirklich schwer zu glauben, dass sich ausgerechnet am Beginn der tiefgreifenden und allseits gewollten Mobilitätswende bei der Solinger CDU noch einmal die alte Beton-und-Asphalt-Fraktion durchgesetzt haben sollte.“

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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