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31. Mai 2022

CDU fordert Gesamtkonzept für den Solinger Westen

Erhalt der Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg: CDU fordert
Gesamtkonzept für den Solinger Westen
Die CDU-Fraktion lehnt den Vorschlag der Ampel-Fraktion zu einem Flächentausch als Kompensation für
den Erhalt der Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg ab, da wichtige verkehrspolitische und
stadtplanerische Aspekte weitgehend unberücksichtigt bleiben.
Gleichzeitig bekräftigt die Fraktion ihre Haltung die Kleingartenanlage zu erhalten. Der
Fraktionsvorsitzende der CDU, Daniel Flemm, betont: „Wir setzen uns seit 2017 konsequent für den
Erhalt der Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg ein und tun das auch weiterhin. In der
Gesamtkonzeption des Flächentauschs bleiben jedoch wichtige verkehrspolitischen Fragestellungen
komplett unbeantwortet. So ist weder ein modernes Lichtsignalanlagen- und Verkehrsführungssystem
noch der dringend benötigte Kreisverkehr Bonner Straße/Langhansstraße Teil des Konzepts.“  
So zeigt sich die CDU auch sehr erstaunt über die Zustimmung der FDP zum Flächentausch, auch weil
dieser einen endgültigen Schlussstrich für die „große Lösung“ zur Anbindung an die A3 bedeutet. Marc
Westkämper, Sprecher der CDU in der BV, erklärt: „Die FDP beerdigt mit Rot-Grün nun still und heimlich
jene A3-Anbindung, welche sie im Kommunalwahlkampf 2020 noch so vehement gefordert hat und das,
ohne sich im gleichen Schritt für Verbesserungen der Verkehrssituation einzusetzen“. Es stimme zwar,
dass die große Lösung aus mehreren Gründen unrealistisch geworden sei, dennoch entbinde dies die
Kommunalpolitik nicht, sich für konkrete Verbesserungen wie eine moderne Ampelschaltung und
Kreisverkehre einzusetzen. Der aktuelle Entwurf von Stadt und Ampel-Fraktion greift daher viel zu kurz.
Zudem verstrickten sich auch die Grünen mit ihrer Zustimmung zur Vorlage in Widersprüche. Jonathan
Bürger, Sprecher der CDU im AKUMW, erklärt: „Mit ihrer Zustimmung zu diesem Flächentausch
konterkarieren die Grünen ihre eigene Argumentation, mit der sie den Abriss und die Bebauung der
Kleingartenanlage verhindern wollten. Die für Ohligs wichtige Frischluftschneise würde durch eine
Bebauung des Tauschareals in derselben Weise verletzt, wie dies bei einer Bebauung der
Kleingartenanlage der Fall wäre“. Auch sind laut Bürger wichtige Fragen zur Art und Höhe der Bebauung
ungeklärt. Durch die Nähe zum Wohngebiet Wiefeldick müssen sich die baulichen Lösungen im
Gewerbegebiet in die Bebauung einfügen. „Denkbar ist es, dem neuen Gewerbegebiet eine Art Campus-
Charakter zu geben“, schlägt Jonathan Bürger weiterhin vor.  
Abschließend erklärt Daniel Flemm: „So richtig und wichtig der Erhalt der Kleingartenanlage ist, für die
Zustimmung der CDU-Fraktion zum geplanten Flächentausch müssen Stadtverwaltung und Ampel-
Fraktion beim Verkehrs- und Planungskonzept erheblich nachbessern. Wir erwarten eine Verbesserung
des Verkehrsflusses zur A3 und keine zusätzlichen Belastungen für die Anwohner in Ohligs.“

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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