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25. April 2022

Landeszooverband NRW gegründet


 
 
 
 
Landezooverband NRW gegründet


Interessensgemeinschaft  der  Zoos,  Tier-  und  Wildparks  in  NRW  beschließt  offiziellen
Zusammenschluss im Tierpark + Fossilium Bochum  
 
Bochum  — Der neu gegründete Landeszooverband NRW (LZV NRW e.V.) führt Zoos, Tier-
und Wildparks in Nordrhein-Westfalen eng zusammen. Der Zusammenschluss aus
Verbandsmitgliedern der Deutschen Tierpark-Gesellschaft (DTG) e.V., des Deutschen
Wildgehege-Verbandes (DWV) e.V., des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. und
verbandslosen zoologischen Institutionen mit Sitz in NRW soll den Einrichtungen eine starke
Stimme  verleihen.  Diese  soll  in  der  Öffentlichkeit  sowie  in  der  Politik  für  ihre  Interessen
eintreten und gleichermaßen ihre besondere wissenschaftliche, wirtschaftliche und
gesamtgesellschaftliche  Bedeutung  herausstellen  –  als  Orte  der  Forschung,  der  Aus-  und
Umweltbildung, des Tier- und Artenschutzes sowie als Naherholungsstätten.
Für das  Gründungstreffen  kamen am 22.04.2022  Vertreter:innen von 15 zoologischen
Einrichtungen  aus  Nordrhein-Westfalen im Tierpark + Fossilium Bochum zusammen. „Die
zurückliegenden, durch die Corona-Pandemie geprägten Jahre haben einmal mehr gezeigt,
wie  wichtig  eine  Vertretung  auf  Landesebene  ist.  Die  Krisenzeit  hat  die  Zoolandschaft  vor
große – vor allem wirtschaftliche – Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig haben Zoos, Wild-
und Tierparks auch während der Pandemie mit ihren Freiluft-Flächen eine wertvolle
Ausgleichsfunktion, besonders für Familien, im immens eingeschränkten Alltag geboten. Ein
starker Fürsprecher ist hier essenziell, um den Wert seiner Mitglieder gegenüber der Politik zu
betonen und sich gezielt für die gemeinsamen Belange einzusetzen“, begründet Bochums
Zoodirektor und gewählter 1. Vorsitzender des LZV NRW e.V. Ralf Slabik den
Zusammenschluss. Seit seiner Aufnahme in den Deutschen Wildgehege-Verband im
Dezember  2021  ist  der  Tierpark  +  Fossilium  Bochum  als  einziger  Zoo  in  allen  drei  großen
deutschen Zooverbänden vertreten.  
Auch der Tierpark Fauna e.V. in Solingen gehört zu den Gründungsmitgliedern.  
Der  stellvertretende  Vorsitzende  des  Tierparks  Fauna  und  Vorstandsmitglied  des  neuen
Landesverbandes, Oliver Witte, betont die enorme Wichtigkeit, den Zoos und Tiergärten eine
starke Stimme -gerade auf politischer Ebene- im zooreichsten Bundesland Nordrhein-
Westfalen,  zu  verschaffen.  Auf  Länderebene  hat  eine  solche  Interessenvertretung  in  NRW
bislang gefehlt. Er ermutigt alle Zoos und Tiergärten sich in den Landeszooverband NRW aktiv
einzubringen.   
 
Vom  Mufflon  über  Sumpfschildkröte  bis  zur  Rothschild-Giraffe,  von  privatwirtschaftlichen
Einrichtungen  bis  hin  zu  kommunal  geförderten  Institutionen  –  die  vielfältige  Zoolandschaft
NRWs verfolgt, vertreten durch den neu gegründeten Landesverband, die gleichen Aufgaben
und  Ziele  gemäß  der  Welt-Zoo-Naturschutzstrategie.  „Sie  sind  nicht  nur  Erholungsort,  hier
vereinen  sich  außerschulische  Lernorte  im  Sinne  der  Bildung  für  nachhaltige  Entwicklung,
Forschungsstätten  sowie  Natur-  und  Artenschutzzentren  für  den  Erhalt  der  biologischen
Artenvielfalt“,  bekräftigt  Eckhard  Wiesenthal,  Vorsitzender  des  Deutschen  Wildgehege-
Verbandes (DWV e.V.). Gleichzeitig macht es sich der Verband mit seiner koordinierten Arbeit
zur  Aufgabe,  die  Vernetzung  und  den  Fachaustausch  auf  allen  Ebenen  zwischen  seinen
 
                        
Mitgliedern zu fördern, um zukunftsweisende Visionen umzusetzen. Dank ihrer weitreichenden
Netzwerke aus Partnern der Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft sind zoologische
Einrichtungen  Orte  mit  einem  großen  Innovationsfaktor,  die  im  Bereich  der  Digitalisierung
enorme Entwicklungspotenziale aufweisen und damit den  Wirtschaftsstandort NRW im
besonderen Maße stärken.
Der  stellvertretende  Vorsitzende  des  LZV  NRW  e.V.  und  DWV-Vorstandsmitglied  Volker
Walter  merkt  an: „Wir leben in einem föderalen System und so ist es folgerichtig für die
vielfältigen Unternehmensstrukturen der Zoos, Tier- und Wildparks in NRW unverzichtbar eine
Landesvertretung  als  Fürsprecher  zu  haben,  die  sich  im  Sinne  einer  partnerschaftlichen
Zoogemeinschaft  für  die  Interessen  einer  jeden  tiergärtnerischen  Einrichtung  einsetzt  und
seinen Mitgliedern auf Augenhöhe begegnet. Die Zoolandschaft in NRW lebt von ihrer Vielfalt!“
Mit  der  höchsten  Zoo-Dichte  weltweit  und  mehr  als  1.000  Tierarten  aus  allen  Kontinenten
versteht sich der Landeszooverband NRW als kompetenter Fachpartner von Regierungs- und
Nichtregierungs-Organisationen  im  Land  und  in  den  Kommunen  NRWs  für  Fragen  des
Umwelt-,  Natur-,  Arten-  und  Tierschutzes  sowie  der  Wildtierhaltung.  Mit  gemeinsamen
Schutzprojekten und Aufklärungsarbeit tragen sie auch zum Erhalt der heimischen Tier- und
Pflanzenwelt bei. Noch vor den Sommerferien wird in einer ersten ordentlichen
Mitgliederversammlung, zu der alle verbandlich organisierten, tiergärtnerischen Einrichtungen
des  Landes  eingeladen  werden,  die  zukünftige  Ausrichtung  der  Zoogemeinschaft  in  NRW
bestimmt.
Zoos,  Wild-  und  Tierparks  in  Nordrhein-Westfalen  stellen  mit  jährlich  über  10  Millionen
Besuchenden  die  bedeutendsten  bildungskulturellen  Natur-  und  Freizeiteinrichtungen  des
Bundeslandes  dar.  Sie  sind  Tourismusdestinationen,  die  Menschen  zusammenbringen  und
sie für Natur und Artenvielfalt faszinieren. Die große Wertschätzung innerhalb der Gesellschaft
spiegelt sich auch in Umfragewerten wider. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage aus 2020 im
Auftrag  des  Verbandes  der  Zoologischen  Gärten  e.V.  (VdZ),  befürworten  über  80%  der
Deutschen die Arbeit der Zoos.
 
Bildunterschrift:

Foto©TPBO_2: Gruppenbild der Teilnehmenden des Gründungstreffens im Tierpark + Fossilium
Bochum. Eckhard Wiesenthal, Vorsitzender des Deutschen Wildgehege-Verbandes (außen links),
begleitete die Veranstaltung als Gast und Unterstützer des Landeszooverbandes NRW

 

 

PM Fauna SG

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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