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21. März 2022

Mutmaßliche Drogenkuriere festgenommen


Mutmaßliche Drogenkuriere festgenommen - Gemeinsame Presseerklärung von
Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal

Wuppertal (ots)Nach Hinweisen aus sogenannten "EncroChat-Verfahren" begann die
Kriminalpolizei Wuppertal bereits von einigen Monaten mit ihren
Ermittlungen gegen mehrere Tatverdächtige wegen des Verdachts des
gewerbsmäßigen Handelns mit Betäubungsmitteln.
Nach den ersten Erkenntnissen sollen die Verdächtigen (23-52 Jahre)
täglich bis zu vierzig "Kunden" mit Drogen beliefert haben.
Kommunizieren sollten die Beschuldigten über diverse
Messengerdienste.

Im Zuge der Ermittlungen verdichtete sich die Verdachtslage und es
ergaben sich Anhaltspunkte für einen tatsächlich erfolgten
Einfuhrschmuggel von Kokain im zweistelligen Kilogrammbereich.
Weiterhin konnte festgestellt werden, dass für den Transport und die
Auslieferung der Drogen eigens präparierte Fahrzeuge verwendet
wurden.

Als sich schließlich Hinweise auf ein kommendes Drogengeschäft
verdichteten, schlugen die Ermittler am vergangenen Samstag
(19.03.2022) in Solingen und Menden zu. Hierbei konnte neben anderem
Beweismaterial auch ein Kilogramm Kokain sichergestellt werden.
Sieben tatverdächtige Männer wurden vorläufig festgenommen.
Gegen fünf dieser Männer erließ der zuständige Haftrichter auf Antrag
der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl.

Im Laufe des heutigen Vormittags konnte nach weiteren
Ermittlungsergebnissen zudem eine Frau festgenommen werden. Sie wird
heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal dem zuständigen
Haftrichter zugeführt.

Im Fall einer Verurteilung drohen den Verdächtigen empfindliche
Freiheitsstrafen.
Bei den Durchsuchungsmaßnahmen und den Festnahmen kamen neben den
Wuppertaler Ermittlern auch Kräfte der Polizei aus Bochum, Ennepetal
und des LKA zum Einsatz. (sw)

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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