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01. März 2022

IHK-Blitzumfrage: Russlands Angriffskrieg

IHK-Blitzumfrage: Russlands Angriffskrieg mit Folgen für die bergische Wirtschaft

 

Mehr Russland- und Ukraine-Geschäftsbeziehungen als im Landes- und Bundesschnitt. Mehrheit der Unternehmen befürwortet trotzdem strenge Sanktionen

Die bergischen Unternehmen erwarten durch den russischen Angriffskrieg und die beschlossenen Sanktionen steigende Energiepreise. Viele rechnen außerdem mit knapper werdenden Rohstoffen und Lieferkettenproblemen, höherer Inflation sowie mit Behinderungen im Waren- und Zahlungsverkehr. Erwartet wird auch eine Zeit der allgemeinen Unsicherheit, die die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Kunden beeinträchtigen dürfte. Das sind Ergebnisse einer Blitzumfrage, in der die Bergische IHK ihre Mitgliedsunternehmen nach ihren Wirtschaftsbeziehungen nach Russland und in die Ukraine befragt hat. Über 320 Unternehmen aller Branchen haben sich daran beteiligt.

„Davon gaben 83 Betriebe (26 Prozent) an, Geschäftsbeziehungen nach Russland zu haben und immerhin 65 (20 Prozent) in die Ukraine“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Dabei handele es sich ganz überwiegend um Exportbeziehungen (nach Russland 88 Prozent, in die Ukraine 74 Prozent). An zweiter Stelle werden Dienstleistungen genannt. Äußerst selten gibt es Betriebsstätten oder ähnliche Auslandinvestitionen in Russland. Auch Importe aus der Region sind selten. „Aufgrund der Exportstärke der bergischen Unternehmen haben wir diese Verteilung erwartet. Die Ergebnisse bestätigen auch unsere Schätzungen, dass die Unternehmen im Städtedreieck stärker in der Region engagiert sind, als im NRW- oder Bundesdurchschnitt“, betont Wenge.

Immerhin gaben nur gut elf Prozent aller antwortenden Unternehmen an, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland für sie bedeutend oder erheblich bedeutend sind. Bei den Beziehungen zur Ukraine trifft das nur für sechs Prozent zu. „Aber zwei Drittel der Unternehmen erwarten durch die Sanktionen Einschränkungen oder gar den Wegfall ihres Russlandgeschäftes“, erläutert Wenge.

Trotz der erwarteten negativen wirtschaftlichen Folgen befürwortet die überwiegende Mehrheit der Unternehmen die Sanktionen. Diese seien politisch notwendig, um eine Ausweitung der russischen Aggression möglichst zu verhindern.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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