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22. Februar 2022

Vorfahrt auf der Veloroute





Querungen an der Korkenziehertrasse werden umgebaut

 

Solingen/Endspurt an der Veloroute: Als letzte bauliche Maßnahmen werden nun im Bereich der Korkenziehertrasse die Querungen an der Fuhrstraße, am Nümmener Feld und an der Dahler Straße angepasst. Dort können zukünftig alle, die zu Fuß oder mit dem Rad auf der Trasse unterwegs sind, bevorrechtigt queren. Der Verkehr auf den Straßen muss stoppen.

Die Arbeiten an der Fuhrstraße haben bereits begonnen. Bevor der eigentliche Umbau am Trassenübergang startet, werden im Vorfeld zunächst die beiden Bushaltestellen der Linie 693 barrierefrei umgestaltet. Zurzeit wird an der Haltestelle in Fahrtrichtung Graf-Wilhelm-Platz gearbeitet, danach folgt die gegenüberliegende Seite.

Der Umbau der Bushaltestellen wird voraussichtlich Anfang April (13.Kalenderwoche) abgeschlossen sein. Bis dahin ist die Fuhrstraße verengt und auch auf der Korkenziehertrasse kommt es zu Einschränkungen, so müssen etwa Radfahrende an der Straßenquerung absteigen. Sperrungen soll es hier nicht geben.

Am Mittwoch, 23. Februar, beginnt der Umbau an den Querungen Nümmener Feld und Dahler Straße. Damit an der Trasse gearbeitet werden kann und trotzdem alle, die auf der Trasse zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, passieren können, wird für sie zunächst ein Notgehweg angelegt. Für den Fahrzeugverkehr auf den Straßen sind Sperrungen notwendig, am Nümmener Feld wird für diese Zeit eine Umleitung ausgeschildert. Die Dahler Straße ist am Donnerstag, 24. Februar, voll gesperrt, sowie von Dienstag, 8. März, bis voraussichtlich Freitag, 25. März. Für die Nümmener Feld gilt die Vollsperrung von Donnerstag, 24. Februar, bis Montag, 5. März, sowie am Freitag, 25. März. An beiden Querungen werden die Arbeiten etwa Anfang April abgeschlossen sein.

Um die neue Situation an allen Querungen sicher und eindeutig zu gestalten, gibt es eine Reihe von Veränderungen.

    Die Umlaufschranken und die Bordsteine an der Korkenziehertrasse am Übergang zu den drei Straßen werden entfernt.
    Für Blinde und Sehbehinderte werden Bodenindikatoren angelegt.
    Die Beleuchtung wird ertüchtigt.
    Die Sicht auf die Trasse und den dann bevorrechtigten Fuß- und Radverkehr wird verbessert: Gabionen werden in der Höhe gekappt und zum Teil versetzt, Grün wird beschnitten, sichtbehindernde PKW-Stellplätze (Dahler Straße, Nümmener Feld) fallen weg.
    Der Trassenverlauf wird über die Straßen hinweg als rote Furt markiert.
    An der Fuhrstraße wird zudem eine Tempo-30-Streckenbeschränkung eingerichtet. Um auch optisch zu bremsen, wird die Fahrbahn durch Beete etwas eingeschränkt. Für Fußgänger wird zusätzlich ein Zebrastreifen angelegt, die benachbarte alte Querungshilfe entfernt.

Andreas Budde, Verkehrs- und Umweltdezernent der Stadt Solingen, hebt hervor: „Die Veloroute schafft eine Radwege-Verbindung von neuer Qualität. Dort, wo sie die Korkenziehertrasse nutzt, teilen sich diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind, den Weg mit den Fußgängern. Ich bin überzeugt davon, dass das gut machbar ist, wenn jeder Rücksicht auf die anderen nimmt."

Das Projekt Veloroute

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) unterstützt das Projekt "Veloroute Düsseldorf-Hilden-Solingen-Wuppertal" mit dem Förderprogramm "Klimaschutz durch Radverkehr". Die Route verläuft über vorhandene Radwege und Straßen und dabei auch über ein Teilstück der Solinger Korkenziehertrasse. Der Umbau der drei Querungen ist dabei der letzte wichtige Baustein: Damit die Förderziele erreicht werden, verlangt das Programm innovative Maßnahmen, die Zeichen setzen und den Radverkehr in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Eine vergleichbare Regelung gibt es bereits im weiteren Verlauf der Veloroute: An der Stadtgrenze zu Haan hat die Stadt Wuppertal dem Radverkehr gegenüber der Straße Wibbelrath Vorfahrt eingeräumt. Diese Regelung hat sich dort bereits eingespielt.

 

 

Symbolbild Trasse

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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