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11. Februar 2022

Solingen: Kungelei und Klüngelei


Solingen: Kungelei und Klüngelei


Solingen/CDU und Grüne einigen sich auf Dagmar Becker (Grüne) als Stadtdirektorin –
Der Kungelei Tür und Tor geöffnet

Die etablierten Parteien CDU und Grüne haben sich nunmehr darauf geeinigt, die Grünen-
Dezernentin Dagmar Becker zur Stadtdirektorin (also zur 1. Stellvertreterin des

Oberbürgermeisters) zu wählen. Was sich erst einmal nach einem demokratischen Vorgang
anhört, entpuppt sich bei näherem Betrachten als ein Musterbeispiel für Kungelei und Klüngelei.
„Die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat werden hierbei in keiner Weise berücksichtigt. Die
drittgrößte Fraktion ist damit auf Ebene der Dezernenten völlig überrepräsentiert“ resümiert Jan
Michael Lange, Fraktionsvorsitzender der BfS/ABI-Fraktion im Rat der Stadt Solingen.
Martin Bender, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) ergänzt: „Die Grünen
führen die etablierten Fraktionen von CDU, SPD und FDP mit dem Nasenring durch die Manege.
Schade, dass die anderen Fraktionen dies mit sich machen lassen. Es ist außerdem skandalös,
dass sich die Fraktionen bereits jetzt darauf geeinigt haben, dass 2026 die Nachfolge von Frau
Becker durch die CDU erfolgen soll. 2025 findet die nächste Kommunalwahl statt. Wie der
Stadtrat dann zusammengesetzt sein wird, weiß niemand. Damit wird die Wahlentscheidung der
Menschen in unserer Stadt 2025 der Lächerlichkeit preisgegeben. Geht man so mit
Wahlergebnissen um? Nein, das gehört sich nicht. Da brauchen auch die etablierten Parteien
nicht mehr über mehr Bürgerorientierung sinnieren. Den Willen der Menschen in unserer Stadt
nehmen diese Parteien schon lange nicht mehr ernst.“
Einmal mehr zeigt sich bei solchen Entscheidungen, dass die Parteien machen, was sie wollen.
Damit ist die BfS/ABI-Fraktion die nunmehr einzige, unabhängige Kraft der politischen Mitte in
Solingen. Auch, wenn wir nur drei Ratsmitglieder stellen: Wir werden diesem Auftrag sehr gerne
gerecht.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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