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05. Februar 2022

OB Kurzbach unterschreibt Resolution

OB Kurzbach unterschreibt Resolution der Ratsfraktionen und des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage.

 

Solingen/Seit Wochen schwillt wie überall in Deutschland auch in Solingen der Protest von Querdenkern und Corona-Leugnern an. Während es im demokratischen Rechtsstaat legitim ist, Kritik an staatlichen Maßnahmen zu üben und dafür auch öffentlich zu protestieren, gibt es aber auch Grenzen des Erlaubten. Und die werden leider zunehmend missachtet oder auch überschritten.

So sind in Solingen aus angemeldeten Versammlungen unerlaubte „Spaziergänge" geworden. Dabei wurden Eskalationen der Situation von den Organisatoren aus dem Kreis des „Solinger Widerstands" bewusst in Kauf genommen. Zuletzt ging es sogar soweit, dass auf der Kommunikationsplattform dieser Gruppen und Kreise - im sozialen Netzwerk „Telegram" - Menschen des öffentlichen Lebens in unserer Stadt verunglimpft und sogar auch bedroht werden.

Beim Studium der Telegram-Seite des „Solinger Widerstands" ist mit Schrecken festzustellen, dass dort Ablehnung der parlamentarischen Demokratie, Verschwörungsideologien, Antisemitismus und Umsturzphantasien an der Tagesordnung sind.

Deshalb ist es aus Sicht der zivilen und solidarischen Stadtgesellschaft dringend an der Zeit, dass die Solinger Öffentlichkeit einen deutlich wahrnehmbaren Widerspruch zu diesen Entwicklungen formuliert. Denn die große Mehrheit der Menschen in der Klingenstadt denkt und handelt ja nicht so, wie es der "Solinger Widerstand" tut. Das Solinger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die Fraktionen des Stadtrates werden daher jetzt aktiv, um ein starkes Signal zu senden.

Zugleich soll ein Zeichen gesetzt werden für das Impfen und für das Tragen von Masken als Bestandteil einer gesellschaftlichen Solidarität, die Einschränkungen hinnimmt, um die Schwächeren zu schützen: Ältere und vulnerable Gruppen, die von der Viruspandemie bedroht sind.

Die Fraktionen des Stadtrates und das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage haben aus diesem Grund eine gemeinsame Resolution verfasst, die jede und jeder in Solingen unterzeichnen kann. Die Organisatoren hoffen auf große Resonanz und einen beeindruckenden Beweis für den Zusammenhalt in der Solinger Gesellschaft.

 

Die Kernbotschaft über dem Text lautet:

 

Denk mit statt quer!

Impfen und Maske tragen schützt. Dich. Mich. Uns alle.

 

Die Erstunterzeichnung durch eine Vielzahl prominenter Solingerinnen und Solinger ist als öffentliche und medienwirksame Aktion in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof geplant, und zwar am:

 

Freitag, 11. Februar,

Ab 15.30 Uhr

 

An der Spitzt der Unterzeichner stehen Oberbürgermeister Tim Kurzbach sowie die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage sowie der Ratsfraktionen. Im Anschluss wird sich als Zeichen der Solidarität ab 16.30 Uhr - unter Corona-Bedingungen - eine Menschenkette vor der Kirche bilden. Auch die Unterzeichnung findet unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln stattfinden. Das heißt: Es gilt die 2G-Regel sowie Masken- und Abstandspflicht.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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