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10. Januar 2022

Schule nach den Ferien

Pressemitteilung: Schule nach den Ferien - Solidarische Pandemiebekämpfung Fehlanzeige

 

Zum Schulstart nach den Ferien fordert die Landesschüler*innenvertretung NRW ein Wechselunterrichtsmodell, die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht und die konsequente Ausstattung mit Lüftungsanlagen. Das Testangebot muss darüber hinaus auf ein tägliches Testangebot erweitert werden.

Des Weiteren braucht es jetzt einen Stellenausbau für Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen. Mit Blick auf die kommenden Abschlussprüfungen muss sich die Landesregierung von zentralen Klausuren verabschieden und Schulen mehr Möglichkeiten für individuelle Entscheidungen geben..

Leider hat die Landesregierung den Zeitpunkt verpasst, an dem durch andere Maßnahmen eine Abkehr vom klassischen Präsenzunterricht verhinderbar gewesen wäre.

“Wir brauchen jetzt die Rückkehr zum Wechselunterricht. Schon vor den Ferien mussten einige Schulen komplett geschlossen werden, nur durch den sofortigen Wechselunterricht nach den Ferien können wir jetzt den vollständigen Distanzunterricht verhindern und die soziale Isolation möglichst gering halten”, erklärt Laura Körner aus dem Landesvorstand der Landesschüler*innenvertretung NRW.

“Auch befürworten wir eine FFP2-Maskenpflicht, vorausgesetzt, alle Schüler*innen werden ausreichend und kostenfrei mit diesen ausgestattet, um diese täglich alle 2-3 Stunden wechseln zu können. Gesundheitsschutz darf nicht auf Kosten jener betrieben werden, die diese Hürde finanziell nicht stemmen können”, so Xueling Zhou, ebenfalls Mitglied in der Landesschüler*innenvertretung NRW

Die Landesregierung muss sich von der Illusion verabschieden, dass alle Schüler*innen alle Lehrinhalte nacharbeiten können. Dies ist schlichtweg nicht für alle Schüler*innen möglich, insbesondere dann nicht, wenn Schüler*innen aufgrund ihres sozioökonomischen Hintergrundes nicht richtig oder auch gar nicht am Distanzunterricht teilnehmen konnten. “Damit Abschlüsse nicht noch ungerechter als schon zuvor werden, ist es dringend notwendig, dass Abschlussprüfungen dezentral von den einzelnen Schulen erarbeitet werden, da die Lehrkräfte am besten wissen, welche Lerninhalte bearbeitet werden konnten und welche zeitbedingt weniger thematisiert wurden.”, fordert Laura Körner. “Auch muss das generelle Klausuraufkommen reduziert werden, um die Schüler*innen zu entlasten und Raum für die mentale und seelische Aufarbeitung der Pandemie zu bieten.”, so Körner weiter.

Spätestens die Pandemie hat uns allen gezeigt, wie sehr unsere seelische Gesundheit unter sozialer Isolation und den notwendigen Maßnahmen leiden kann, bei manchen mehr und bei anderen eben weniger - leider viel zu oft auf Basis des sozioökonomischen Hintergrundes. Es braucht vor allem mehr Schulpsycholog*innen und Schulsozialarbeiter*innen. Schüler*innen müssen die Möglichkeit bekommen, Erlebtes in einem sicheren Rahmen zu verarbeiten und zu reflektieren. Dafür müssen diese Gespräche auch während der Unterrichtszeit aktiv gefördert werden, indem Räumlichkeiten und ausreichend Kapazitäten, z.B. durch Kürzung der Lehrpläne geschaffen werden. “Ziel darf es nicht sein, Lernrückstände durch noch intensiveres und enger getaktetes Lernen auf Kosten der seelischen Gesundheit der Schüler*innen nachzuarbeiten, Schulen müssen die Kompetenz erhalten, den Lehrplan auf die Bedürfnisse der Schüler*innen anzupassen.” fordert Laura Körner.

Zudem fordert die LSV NRW die Schulen mit Luftfilter auszustatten. “Seit mehreren Monaten fordern Expert*innen nun schon Luftfilter für die Schulen. Dass die Schulen immer noch nur absolut mangelhaft mit diesen ausgestattet sind, während gleichzeitig Milliarden im Verteidigungsministerium oder für die Rettung von Großkonzernen verpulvert wurden und werden, zeigt die politische Schieflage und Prioritätensetzung der Regierung.”, kritisiert Xueling Zhou.

 

 

 

PM

Landesschüler*innenvertretung NRW

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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