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23. Dezember 2021

Geflügel vor Vogelgrippe schützen

Veterinäramt: Geflügel vor Vogelgrippe schützen


Solingen/Kontakt mit Wildvögeln vermeiden. Wasser- und Hühnervögel gefährdet. Bislang keine Infektion in Solingen.

Das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Remscheid, Solingen und Wuppertal warnt vor der Vogelgrippe (Aviäre Influenza, auch "Klassische Geflügelpest" genannt). Daher sind alle Geflügelhalter aufgerufen, die derzeit notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten: Jeglicher Kontakt von gehaltenem Geflügel mit Wildvögeln ist deshalb zu vermeiden. Geflügel sollte nicht frei auf Feldern oder auf weitläufigem

Gelände herumlaufen. Stattdessen ist es ratsam, Geflügel in geschützten, möglichst überdachten Ausläufen unterzubringen.

Eine Infektion mit dem hochpathogenen aviären Influenza-Virus (HPAI) lässt insbesondere Wassergeflügel und Hühnervögel mit schweren Symptomen zahlreich verenden. Sind Tiere infiziert, müssen sie zusammen mit dem kompetten Bestand getötet werden. Bislang ist in Solingen noch keine Infektion gemeldet worden.

Die letzte Epidemie-Saison 2020 / 2021 der Vogelgrippe lieferte in Deutschland und in der EU die bislang höchsten Infektionszahlen. Deshalb mahnt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zur Vorsicht. Als Saison gilt der Zeitraum von Herbst bis Frühjahr. Weil das Virus damals in eine große Zahl von Geflügelbetrieben eingeschleppt wurde, musste es entsprechend bekämpft werden.

Nun hat die aktuelle Saison begonnen, und es gilt einen ähnlichen Verlauf zu vermeiden, indem alle Geflügelhalter höchste Achtsamkeit walten lassen. Während große Betriebe damit in der Regel vertraut sind, kann dies bei kleinen Geflügelhaltern, die nur wenige Tiere haben, nicht vorausgesetzt werden. Von diesen sind nicht einmal alle beim Veterinäramt bekannt, so dass sie auch gar nicht gezielt kontaktiert werden können. Diese sollen über Informationen in den Medien erreicht werden. In Solingen gibt es rund 620 Geflügelhalter, die dem Veterinäramt bekannt sind. Im bergischen Städtedreieck sind es rund 1200.

Die Infektionskrankheit kommt vor allem bei Wassergeflügel und Hühnervögeln vor. Bei intensivem Kontakt können sich auch Menschen anstecken. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich. Die Geflügelpest ist eine Tierseuche, die nach den Tierseuchenbekämpfungsvorgaben der Europäischen Union bekämpft wird.

Geflügelhalter sind aufgefordert, ihrem Veterinäramt umgehend mitzuteilen, wenn in ihrem Geflügelbestand ein Krankheitsgeschehen mit einer erhöhten Zahl toter Tiere auftritt. Die Zuständigkeit für Geflügelhaltungen auf dem Gebiet der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal hat das:

 

Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA)

Dorper Str. 26

42651 Solingen

E-Mail: [email protected]

 

Falls Geflügelhalter ihr Geflügel noch nicht angemeldet haben, sollte die Anmeldung beim Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt umgehend schriftlich nachgeholt werden.

 Symbolbild S. Steffer

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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