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07. Dezember 2021

„Enkeltrick“ erfolgreich vereitelt

„Enkeltrick“ erfolgreich vereitelt

 

Solingen, den 7. Dezember 2021

Das Phänomen „Enkeltrick“ ist der Polizei schon mehrere Jahre bekannt. Täter rufen dabei vornehmlich ältere Menschen unter dem Vorwand an, ein Verwandter/ Bekannter in einer Notlage zu sein und dringend Bargeld zu benötigen. Um den Druck zu erhöhen folgen meist mehrere Telefonanrufe von angeblichen Polizisten oder Staatsanwälten, die die Notwendigkeit nach einem größeren Bargeldbetrag untermauern. Das Bargeld soll anschließend an einen Boten übergeben werden.

Auch bei der Stadt-Sparkasse in Solingen hat sich vergangene Woche ein derartiger Fall ereignet. Ein Kunde der Geschäftsstelle Gräfrath hat kurz nach Geschäftsschluss durch Klopfen im Foyer auf sich aufmerksam gemacht. Der anwesenden Mitarbeiterin hat er anschließend erklärt, dass er umgehend einen mittleren fünfstelligen Betrag abheben müsse, um seiner Enkelin zu helfen, die einen Unfall verschuldet haben soll. Da die Mitarbeiterin aufgrund der Eilbedürftigkeit und des hohen Betrages misstrauisch geworden ist, hat sie mit dem Kunden vereinbart gemeinsam die Enkelin anzurufen und sich den Sachverhalt erneut bestätigen zu lassen. Die angerufene Verwandte klärte auf, dass sie nicht hinter den Anrufen stecke und hat sich umgehend auf den Weg zur Sparkasse gemacht, um ihren Großvater abzuholen und zu beruhigen. So konnte der Betrug vereitelt und ein Vermögensschaden abgewendet werden.

Nicht immer kann der Betrug durch aufmerksame Sparkassenmitarbeitende vereitelt werden. Die Polizei rät jedem, der einen ähnlich gelagerten Anruf erhält:

 

    Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
    Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
    Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren Sie frühestens für den kommenden Tag einen Gesprächstermin und überprüfen Sie die Angaben.
    Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
    Lassen Sie sich vom Anrufer die Telefonnummer geben und überprüfen Sie diese mit bereits bekannten Nummern. Rufen Sie die jeweilige Person unter der lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
    Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
    Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.
    Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

 

Martin Idelberger

Vorstandssekretariat und Unternehmenskommunikation

Telefon: (0212) 286-3030

E-Mail: [email protected]

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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