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27. November 2021

Haushaltsklausur der BfS/Abi Fraktion

 

Haushaltsklausur der BfS/Abi Fraktion am 20. Und 21.11.2021! 

 



 

Solingen/red-das Ergebnis mit allen Eckpunkten ihrer Klausur legte jetzt die BfS/Abi Fraktion der Presse vor. Wir veröffentlichen den kompletten Text ohne Kommentar.

 

„In dem Bewusstsein, dass das zweite Coronajahr in Folge, die Spielräume kommunaler Haushalte noch  mehr einengt, als es die stete einseitige Verlagerung von Auf- und Ausgaben seitens Bund und Land bis  dato geschafft hatte, hat sich die BfS/Abi-Fraktion in Klausur begeben, um ihr Vorschläge von Gestaltungs spielräumen in die Haushaltsverhandlungen einzubringen.“ so der Fraktionsvorsitzenden Jan Michael  Lange. 

 

In einer professionellen und konstruktiven Atmosphäre wurden folgende Punkte erarbeitet: • Grund- und Gewerbesteuer 

 

Die BfS/ABI-Fraktion spricht sich grundsätzlich gegen die Erhöhung von Steuern (z.B. der Grund und Gewerbesteuer) aus. Die negativen Folgen einer solchen Anhebung würden den finanziellen  Mehrbetrag in keinster Weise kompensieren, da es in der folgende z.B. zu einer Abwanderung  von Gewerbetreibenden führen könnte. Zudem belegt Solingen bei der Grundsteuer bereits  heute einen Spitzenplatz bei den Kommunen, auch mit Blick auf sekundäre Effekte (Stichwort:  zweite Miete) dürfen die Bürger hier nicht weiter belastet werden. 

 

• Mitarbeiter innerhalb der Verwaltung 

 

Im Rahmen eines regelmäßigen Reviews ist turnusmäßig die korrekte Einstufung aller Stellen in  der Verwaltung zu prüfen, dies darf aber nicht ausschließlich zu Anhebungen in diesem Bereich  führen. Vielmehr sind hier die bestehenden Eingruppierungen kritisch zu hinterfragen. Zudem  spricht sich die BfS/ABI-Fraktion für eine stärkere Reduzierung des bestehenden Wasserkopfes  innerhalb der Verwaltung aus, hier soll das Prinzip "weniger Führungskräfte, mehr Arbeitskräfte  " gelten. Dies führt zu flacheren Hierarchien und verkürzten Entscheidungswegen. Auch die be stehenden Richtlinien sind regelmäßig zu prüfen und notfalls anzupassen, Prozesse müssen sinn 

 

voll und einfach gestaltet werden. 

 

Auch sprechen wir uns für eine dynamischere Verteilung des vorhandenen Personals in allen Be reichen der Verwaltung aus. Dies muss dahin, wo es dringend gebraucht wird. Bei allem steht die  Qualifikation immer im Vordergrund, dies muss jedes Parteibuch und Quote schlagen.

 

Abschließend wünschen wir eine weitere Intensivierung des Förderungsmanagements zur besse ren Ausnutzung aller Landes- oder Bundesfördermöglichkeiten in der Stadt Solingen. 

 

• Digitalisierung der Verwaltung 

 

Unser Rathaus, die Prozesse und Services für die Bürger müssen noch deutlich digitaler werden.  Dies gilt z.B. Beantragungen jeglicher Art (z.B. auch KFZ-Zulassungsstelle), hier muss es endlich  Selfservices über digitale Antragsstrecken geben. Die bisherigen Planungen sollen in einem ver bindlichen Terminplan veröffentlicht werden. 

 

• Digitalisierung in der Bildung 

 

Der Fokus muss darauf liegen, dass die Kinder etwas lernen. Fortbildungen der Lehrer zu dem  Thema: "Wie entstehen Wissenslücken bei den Kindern durch Unwissen der Lehrer", Wer hat die Verantwortung? Die Ausgabe von IPads muss durch die Sekretariate erfolgen, nötige  Stellenausschreibungen hierzu sind veröffentlicht.  

 

Datenschutz darf nicht mehr als Ausrede für unliebsame Themen genutzt werden. 

 

• Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung 

 

Synergien durch eine bessere Verzahnung der einzelnen Ressorts müssen gehoben werden. 

 

• Flexoffice / Workingspaces 

 

Büroflächen sollen durch Flexoffice / Workingspaces besser genutzt bzw. reduziert werden. Bei künftigen Planungen von Büroflächen sollte auf flexible Arbeitsplätze und Home-Office-Lösun gen gesetzt werden. 

 

• Kunst / Kooperation 

 

Der Bekanntheitsgrad von den vielfältigen Angeboten soll durch engere Kooperationen mit Schu len erhöht werden.

 

• Tochtergesellschaften prüfen 

 

Hier fordern wir - analog zur Prüfung bei der Hauptverwaltung - durch Kooperationen der Gesell schaften untereinander wesentliche Verbesserung des Services für die Bürgerinnen und Bürger Kundenbindungs- und -gewinnungsprogramme sollen hier flankierend eingesetzt werden. 

 

• Arena Bergisch Land 

 

Die BfS/ABI-Fraktion steht für eine ergebnisoffene Detailprüfung, auf dieser Basis werden wir  dann finale eine Entscheidung treffen. 

 

• Forderungsmanagement 

 

Wir erwarten ein effektiveres Forderungsmanagement; Forderungen benötigen schnellere Faktu rierung. Auch geringe Forderungen sollen mit Nachdruck eingetrieben werden. 

 

• Eissporthalle 

 

Eine Investorengruppe möchte eine neue Eissporthalle in Solingen bauen. Die alte Eissporthalle  ist völlig marode, so dass die Instandsetzung einem Neubau gleichkommen würde. Der Neubau beim Skaterpark in Höhscheid muss diskutiert und begleitet werden. Da die Vereine  ihre Trainings und Spiele in die neue Halle legen sollen, müssen diese von Anfang an mit einge bunden werden. 

 

Der weitere Prozess wird von uns konstruktiv begleitet. 

 

Wir setzen und dafür ein, dass eine Alternative für den Skaterpark erhalten bleiben muss. Dabei  sehen wir den Investor der Eisporthalle in der (Finanzierungs-)pflicht.

 

• Bädergesellschaft 

 

Vogelsang: 

 

Die Öffnungszeiten sind nicht ausreichend, so können z.B. keine speziellen Zeiten für verschie dene Gruppen Berücksichtigung finden. 

 

Heidebad: 

 

Öffnungszeiten und der Öffnungszeitraum des Heidebads müssen flexibler werden. Kinder können kaum mehr schwimmen, dabei wurde das Problem durch Corona noch verschärft. 

 

Die Struktur der Bädergesellschaft ist schlecht, sie muss neu organisiert werden, um Besserungen  zu erreichen. 

 

Folgende Ziele müssen sofort angegangen werden: 

 

mehr Schwimmzeiten insb. für die Schulen 

 

alle Kinder müssen schwimmen lernen (können) 

 

Wir akzeptieren keine geplanten oder unerwarteten Schließungen des Heidebades. Die amateur hafte Personalplanung der Geschäftsführung muss endlich einer professionellen weichen. 

 

• Radwege (u.a. auch Forderung von FFF) 

 

Die BfS/ABI-Fraktion bekennt sich zu einem bürgerorientierten Verkehrsmix in Solingen. Hierzu  gehört natürlich auch der Radverkehr. Förderungen aus Landes- und Bundesmitteln sind hier ent sprechend einzufordern und zum Ausbau einzusetzen. Leider verfügt Solingen aus eigener finan zieller Kraft nicht über ausreichend Mittel, alle notwendigen Maßnahmen für den Radverkehr  umzusetzen. Hier muss somit entsprechend priorisiert werden. Zu diesem Zweck soll mit den In teressenvertretungen eine Mittelfristplanung aufgestellt werden, anhand welcher die Politik  dann vernünftige und realisierbare Entscheidungen treffen kann. Diese sind dann bei zukünftigen  Verkehrsprojekten zu berücksichtigen. Sie ermöglicht zudem schnell zu realisierende Projekte, die  keinen großen Kostenaufwand darstellen, umzusetzen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilneh mer zu erhöhen.  

 

Das Ordnungsamt ist bei der Kontrolle aller Verkehrsteilnehmer einzubinden. 

 

Wir wenden uns jedoch entschieden gegen die einseitige Bevorzugung eines Verkehrsmittels ge genüber anderen Verkehrsteilnehmern. Auch der Individual- und Schwerlastverkehr wird in So lingen benötigt, um das Einkommen der Bürgerinnen und Bürger - aber auch der Unternehmen  und damit die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt - zu sichern.  

 

Vorschläge wie z.B. die teilweise Sperrung der L141 für den Individualverkehr zu Gunsten des  Radverkehrs erteilen wir eine deutliche Absage.

 

• Gebühren 

 

Es ist allen klar, dass durch die Steigerung der Lohnkosten die Gebühren erhöht werden müssen.  Trotzdem muss regelmäßig geprüft werden, dass durch ein Review der innerbetrieblichen Abläufe  (z.B. Straßenreinigung, Müllabfuhr) die Kosten in den Folgejahren nicht weiter steigen bzw. die  Kostensteigerung vermindert werden kann. 

 

• Baumschutzsatzung 

 

Abschaffung der Baumschutzsatzung - die Kosten übersteigen hier den Nutzen 

 

„Diese Punkte sind für unsere Fraktion essentiell für die anstehenden Haushaltsberatungen“ betonte ABI Ratsmitglied Hakan Secgin und Martin Bender (BfS) ergänzte: „Wenn diese Punkte keine gebührende Be rücksichtigung finden, haben wir kein Problem damit, den Haushalt abzulehnen“. 

 

 

 



 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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