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08. November 2021

Kreative Töpferkunst

Kreative Töpferkunst

Solingen/Senioren des St. Joseph Altenheims bereiten sich künstlerisch auf die Vorweihnachtszeit vor. Zusammen mit dem Bildhauer Boris von Reibnitz töpfern sie in Solingen Krippenfiguren.

In liebevoller Handarbeit entstehen aus einem Klumpen Ton das Jesuskind in der Krippe, Maria, Josef, die Heiligen drei Könige, Hirten, Schafe und natürlich Engel. Alle Teilnehmenden schwingen in ihrer letzten von vier Kurseinheiten konzentriert den Pinsel und hüllen die Figuren in Farbgewänder. Erstaunte Blicke, denn grün ist nicht gleich grün, blau nicht als blau zu erkennen. Die Glasuren erhalten ihre endgültige Farbe erst nach dem Brennen im 1280 °C heißen Ofen in seinem Güterhallenatelier, erklärt Boris von Reibnitz.

Karina Kieroth von der sozialen Betreuung hat die Aktion initiiert und freut sich, dass alle Teilnehmerinnen und der Herr in der Runde dabeigeblieben und über sich hinausgewachsen sind. „Versteckte Ressourcen und Talente wurden entdeckt. Das ist schön zu sehen“, lobt sie.

Eleonore Pludra ist zunächst verunsichert. Sie hat noch nie zuvor getöpfert, aber man lernt nie aus, gibt sie an. Außerdem hat sie es vermisst zu malen. Die gelernte Glasmalerin arbeitete 37 Jahre in einer Glasfabrik. Auch Ursel Schiefer kennt sich mit Handwerkskunst aus. Sie töpfert gerne. Auch in ihrer Freizeit. In der Welthauptstadt der Edelsteine, Idar-Oberstein, lernte sie die Schmuckherstellung und zeigte ihr Können nun beim Töpfern des Jesuskindes. Die Details fallen ins Auge. Mit einem feinen Pinsel zieht sie die Linien des Strohs in der Krippe nach. Es soll ein blasses gelb-orange werden.

Boris von Reibnitz studierte in Nürnberg Bildhauerei und ist inzwischen als Zeichenkünstler, Druckgrafiker, Bildhauer und nun auch als Kursleiter tätig. Der Kontakt ist über ein Förderprojekt des Vereins Lebensherbst e.V. entstanden. Unterstützt von den Teilnehmern der „Deutsche Postcode Lotterie“ und der Altenstiftung der Stadt-Sparkasse Solingen. Dem Künstler ist besonders im Gedächtnis geblieben, dass einige Kursmitglieder nicht an sich geglaubt haben. Er habe sie ermutigt weiterzumachen und sie wurden mit einem super Ergebnis belohnt. „Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den Herrschaften“, sagt er und kümmert sich sofort wieder um die Künstlerinnen und den Künstler, gibt ihnen Tipps und zeigt ihnen außergewöhnliche Techniken. Marga Behrend wirft ein: „Das was dabei rauskommt, hat etwas mit mir zu tun, mit meiner Person“. Boris von Reibnitz nickt. Und lächelt.

Alle sind gespannt auf die gebrannten Figuren und können das Ergebnis kaum abwarten. Die fertigen Objekte werden in den Räumlichkeiten des St. Joseph Altenheims ausgestellt.

Fotos: Lisa Tamms / Copyright: Kplus Gruppe

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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