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29. September 2021

Solingen: Wahlanalyse




























Wahlanalyse zur Bundestagswahl 2021 in Solingen – Vergleich zu 2017
Wahlbeteiligung
82.221 Wählerinnen und Wähler haben sich an der Bundestagswahl 2021 in Solingen
beteiligt. Dies entspricht einer Quote von 73,8 Prozent (NRW: 76,4 und Deutschland: 76,6%)
und liegt damit genau einen Prozentpunkt über der Wahlbeteiligung von 2017.
Wahlberechtigt waren 111.392 Solingerinnen und Solinger.
Wahlergebnisse
HIER GRAFIK Bundestagswahlen 2021 und 2017 im Vergleich:
https://www.datawrapper.de/_/PoR53/

Bei der Bundestagswahl 2021 gibt es in Solingen zwei große Gewinner: die GRÜNEN
konnten ihr Ergebnis von 2017 verdoppeln und haben nach 7,5 Prozent der gültigen
Zweitstimmen 2017 nun 16,3 Prozent erzielt. Die SPD konnte sich von 24,8 Prozent auf 29,1
Prozent verbessern. Alle weiteren größeren Parteien in Solingen haben schlechter als 2017
abgeschnitten. Den größten Verlust hat die CDU mit 7,4 Prozentpunkten erlitten, die LINKE
haben ihr Ergebnis von 2017 halbiert (von 8,1 auf 3,9 Prozent), die AfD hat 2,5
Prozentpunkte verloren und die FDP 2 Prozentpunkte. Die sonstigen Parteien erzielten in
diesem Jahr mit 7,2 Prozent ein besseres Ergebnis als 2017 (4,1 Prozent).
Wählerwanderungsanalyse
HIER GRAFIK Wählerwanderung:

https://www.datawrapper.de/_/9zUiK/

Aus dem Vergleich der Zweitstimmen zwischen beiden Wahlen kann für die größeren
Parteien eine Wählerwanderungsschätzung vorgenommen werden. Diese statistischen
Ergebnisse stellen die wahrscheinlichen Ströme von Wählerinnen und Wählern zwischen
den zwei Bundestagswahlen dar und basieren auf den Stimmbezirks- und
Briefwahlergebnissen. Die folgenden gerundeten Zahlen stellen die berechneten Salden der
Wählerwanderungsschätzungen dar.
Die CDU hat rund 5.940 Stimmen im Vergleich zu 2017 verloren. Der größte Teil, ca. 2.990
Stimmen, gingen dabei in Summe an die Gruppe der Nichtwähler verloren. Weiterhin haben
2021 rund 2.120 Wahlberechtigte die GRÜNEN gewählt, deren Stimmen 2017 noch die CDU
erhalten hat. Zur SPD sind ca. 1.370 Stimmen gewandert. Dem gegenüber stehen nur
geringe Gewinne von der LINKEN (400 Stimmen), der AfD (200 Stimmen) und der FDP (130
Stimmen).
Die SPD hat ihr Plus von rund 3.570 Stimmen vor allem aus der Gruppe der Nichtwähler
(1.950) sowie von der CDU (1.370), den LINKEN (620), der FDP (410) und der AfD (180)
gewonnen, aber Stimmen an die GRÜNEN (510) und sonstige Parteien (450) abgeben
müssen.
Die GRÜNEN haben 7.200 Stimmen im Vergleich zu 2017 gewonnen. Dieser hohe Zuwachs
setzt sich aus ähnlich großen Teilen von vorherigen Nichtwählern (2.200), von der CDU

(2.120) und der FDP (1.780) zusammen. Von den LINKEN kamen weitere 520 Stimmen, von
der SPD 510 und von der AfD 310. Einzig zu sonstigen Parteien wurden rechnerisch ca. 240
Stimmen verloren.
Die FDP hat 1.550 Stimmen zu 2017 verloren. Es gingen 1.780 Stimmen zu den GRÜNEN,
410 zur SPD und 130 zur CDU verloren. Gleichzeitig wurden ca. 510 Stimmen von
vorherigen AfD-Wählern und 450 von Wählern der LINKEN gewonnen.
DIE LINKE hat massiv an Stimmen eingebüßt und nach den Ergebnissen der
Wählerwanderungsanalyse an alle anderen Parteien Stimmen verloren. Die größte Gruppe
darunter sind die Nichtwähler mit 690 Stimmen, gefolgt von der SPD mit 620 Stimmen, den
sonstigen Parteien mit 530 Stimmen und den GRÜNEN mit 520 Stimmen.
Die AfD hat verglichen mit 2017 in Solingen rund 2.000 Stimmen verloren und dabei an alle
Parteien außer den LINKEN Wähler abgeben müssen. Die größten
Wanderungsbewegungen sind zu den sonstigen Parteien mit 620 Stimmen, zur FDP mit 510
Stimmen, zu den Nichtwählern mit 420 Stimmen und zur den GRÜNEN mit 310 Stimmen
auszumachen.
Die Gruppe der sonstigen Parteien, angeführt von der Tierschutzpartei, Die PARTEI sowie
dieBasis, hat von allen größeren Parteien Stimmen gewonnen. Die größte
Wanderungsbewegung stammt von vorherigen AfD-Wählern (620), von vorherigen Wählern
der LINKEN (530), SPD-Wählern (450) sowie der Gruppe der Nichtwähler (280).
Im Ergebnis konnten die GRÜNEN rechnerisch 2.200 und die SPD 1.950 Wähler
mobilisieren, die 2017 nicht gewählt haben. Die CDU hat demgegenüber 2.990 ehemalige
Wähler, die LINKEN 690 und die AfD 420 an die Gruppe der Nichtwähler verloren.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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