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23. September 2021

Altenpflegehelfer feiern Abschluss

Altenpflegehelfer feiern Abschluss

Solingen/Nach einem Jahr intensiver Ausbildung am St. Joseph Fachseminar haben vier Männer und zehn Frauen ihr staatliches Examen geschafft.

Das Examen ist ihr Sprungbrett. Nach einem Jahr mit 750 Stunden Theorie – durchaus mit vielen fachpraktischen Übungen – und 900 Stunden Praxis in Senioreneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten stehen den jungen Altenpflegehelferinnen und –helfern vieles offen. „Unsere Absolventen haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber auch die Möglichkeit, sich in der Pflege weiter zu entwickeln“, sagt Sabine Woitaschek, Leiterin des St. Joseph Fachseminars an der Langhansstraße. Das Potenzial hätten sie – schließlich haben sie ihre Ausbildung komplett unter Corona-Bedingungen absolviert, der Unterricht fand zu einem überwiegenden Teil digital statt. „Trotzdem haben alle – teils mit wirklich sehr guten Noten – das Examen geschafft. Ich bin richtig stolz auf den Kurs“, sagt Sabine Woitaschek.

Auf die erfolgreiche einjährige Ausbildung in der Altenpflegehilfe, die mit einem Hauptschulabschluss begonnen werden kann, kann die dreijährige angeschlossen werden. „Das ist für manche eine echte Chance“, sagt Sabine Woitaschek, die schon tolle Entwicklungen ehemaliger Pflegehelfer gesehen hat. „Wichtigste Voraussetzung ist die Liebe zu alten Menschen – und es gibt eben Menschen, denen das schulische Lernen nicht so liegt oder die während ihrer Schulzeit unendlich viele andere Dinge im Kopf hatten.“ Im St. Joseph Fachseminar wird das Wissen in Lernfeldern vermittelt und nicht in klassischen, streng voneinander getrennten Fächern unterrichtet. „Uns sind die Zusammenhänge wichtig.“

Sie sind die letzten ihrer Art. Wie in der dreijährigen Ausbildung sind auch die Assistenzberufe der Kranken- und Altenpflege zusammengefasst und generalistisch ausgerichtet worden. Damit können die Absolventen in mehr Berufsfeldern arbeiten. Der erste Jahrgang der Pflegefachassistenz, so die neue Berufsbezeichnung, startet im Oktober. „Für diesen Kurs gibt es keine freien Plätze mehr“, sagt Sabine Woitaschek. „Aber für das kommende Jahr nehmen wir gerne noch Bewerbungen entgegen.“

 Foto kplus

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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