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13. Juli 2021

Solinger Brückenbrot zum Rallye-Start

Solinger Brückenbrot zum Rallye-Start
Bäckerei Stöcker verkauft das Dinkel-Mischbrot zugunsten der Teams, die auf der Six Bridges-Rallye für Friedensdorf-Kinder sammeln.


Solingen/„Bitte ein Brückenbrot“ wird es im September in den sechs Filialen der Solinger Traditionsbäckerei Stöcker heißen. Dann nämlich wollen Ralf Vogelskamp und seine fast 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Monat lang knusprig-leckere Dinkel-Mischbrote zugunsten der Kinder aus Kriegen und Krisen im Friedensdorf verkaufen. Neben dem Schauspieler Günter Lambrecht und Ex-Minister Harald Schartau ist ein weiterer Botschafter der Kinderhilfsorganisation der Solinger Uli Preuss. Er vermittelte die Aktion, auch weil er selber Beifahrer in einem alten Fiat Spider bei der Rallye ist. Mit dem Cabrio wollen Preuss und Fahrer Jürgen Beu die 6000 Kilometer nach Portugal und zurück fahren und dabei für die Friedensdorf-Kinder sammeln. Längst haben erste Sponsoren wie etwa Rotary Solingen, das Autohaus Nouvertne, Stöcker Backwaren, das Autohaus Schönauen und die Werkstatt von Falk Dornseifer als Förderer Werbung auf dem dunkelblauen Spider. Der Wagen befindet sich zur Zeit übrigens in der Werkstatt. „Nicht das er kaputt wäre“, sagt Besitzer Jürgen Beu, „aber wir wollen den Flitzer einfach mal durchgecheckt haben, bevor es losgeht.“
Ebenfalls bei der Brückenbrot-Aktion dabei sind die ehemaligen Feuerwehrleute Andreas Herlinghaus und Frank Schmidt. Auch sie sammeln für die Kriegskinder, auch sie wollen mit ihrem alten Ford-Kombi – wenn die Pandemie es zulässt - neun Länder durchqueren und mit über 40 weiteren Teams die fünf Brücken besuchen, die der Müngstener Brücke nahezu baugleich sind. Über 20 aller teilnehmenden Teams traffen sich übrigens gerade am Wochenende zu einem ersten großen Treffen. Mit dabei Rallyefreunde aus Frankreich.
„Bei dieser tollen Aktion wollen wir gerne helfen“, sagt Bäckermeister Vogelskamp und ergänzt: „Das Brücken-Brot wird vier Euro kosten, zwei Euro davon gehen in die Friedensdorf-Arbeit. Für die Kunden gibt es dafür ein rundes Mischbrot aus Urgetreide, 750 Gramm schwer. Man hätte bewusst bekömmliche und beliebte Getreidesorten gewählt, ist aus der Hauptfiliale an der Löhdorfer Strasse zu hören. Gemeint sind Urgetreide wie Emmer, Einkorn oder Dinkel. Neu ist die Idee nicht. Vor Jahresfrist sammelten die Bäckereihandwerker mit dem Tierparkbrot schon 6000 Euro für die beiden Solinger Tierparks.
Mit dem Verkauf unterstützt die Bäckerei jetzt eine der ältesten deutschen Kinderhilfsorganisationen. Das Friedensdorf wurde 1967 in Oberhausen gegründet, half den Kriegsopfern schon während des Vietnamkrieges, ist aktuell besonders am Hindukusch und in Afrika und Asien tätig. Derzeit hat man es durch die Pandemie schwer, kann seinen Auftrag, kriegsverletzte Kinder zur medizinische Versorgung an deutsche Krankenhäuser zu vermitteln, erst langsam wieder beginnen. Gerade erst kamen 30 angolanische Kinder in Deutschland an. Alles natürlich streng nach den Regeln der Corona - Bedingungen.
Die „Six Bridges Rally“ startet am 11.September unter der Müngstener Brücke, die Teams werden dort am 26.des Monats zurückerwartet. Das Brückenbrot gibt es ab Samstag, den 4.September in allen Stöcker – Filialen.
www.sixbridgesrally.de




Uli Preuss/Ralf Vogelskamp/Backwaren Stöcker

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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