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01. Juli 2021

Viehbachsammler: Dritter Bauabschnitt startet

 

Viehbachsammler: Dritter Bauabschnitt startet

 



 

Stadtautobahn zwischen Untengönrath und Schwarze Pfähle verengt

 

 

 

Solingen/Der Bau des Viehbachsammlers geht weiter: In den nächsten Wochen startet die dritte und letzte Etappe. Im unterirdischen Vortriebsverfahren wird ein Teilstück von insgesamt 2,4 Kilometer Länge gebaut, vom Zielschacht des zweiten Bauabschnitts nahe der Straße Schwarze Pfähle bis zum Regenüberlaufbauwerk (RÜB) Untengönrath. Die Trasse verläuft auch weiterhin parallel zur Viehbachtalstraße.

 

 

 

Die Planungen haben bereits 2017 begonnen. Ziel war es, eine Trassenführung zu finden, die während der Bauzeit Anlieger, Natur und Straßenverkehr so wenig wie möglich belastet. Dennoch lassen sich Beeinträchtigungen nicht vermeiden. So müssen etwa im Bereich der Viehbachtalstraße Press- und Zielgruben hergestellt werden. Ab sofort fließt der Verkehr auf der Stadtautobahn deshalb zwischen Untengönrath und Schwarze Pfähle in beide Fahrtrichtung nur über jeweils eine Spur. Zunächst wird in der Straßenmitte gearbeitet: Dort werden zwei Überfahrten angelegt, sodass der Verkehr in Richtung Ohligs ab dem 19. Juli auf die andere Straßenseite geleitet werden kann. Solche Regelungen mit je einer Fahrspur für jede Fahrtrichtung gab es bereits mehrfach während der vorangegangenen Bauabschnitte. Auf der stillgelegten Straßenseite entsteht auf diese Weise der notwendige Arbeitsraum.

 

 

 

Die Verkehrsführung, die jetzt vorbereitet wird, gilt voraussichtlich für rund anderthalb Jahre. Insgesamt ist eine Bauzeit von drei Jahren geplant.

 

 

 

Hintergrund

 

Parallel zur Viehbachtalstraße baut die Stadt Solingen ein neues Entwässerungssystem, den „Viehbachsammler". Er wird insgesamt viereinhalb Kilometer lang, nimmt Regen- und Schmutzwasser aus dem Einzugsgebiet Ohligs sowie Teilen von Höhscheid und Wald auf und leitet es zur zentralen Abwasserbehandlungsanlage in Ohligs.

 

 

 

2005 hat die Stadt Solingen in Zusammenarbeit mit dem Bergisch-Rheinischen-Wasserverband (BRW) die Planung für den neuen Abwassersammler aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen auf den Weg gebracht. Im ersten und zweiten Bauabschnitt wurde zwischen 2009 und 2018 bereits ein zwei Kilometer langer Stahlbetonkanal mit einem Innendurchmesser von bis zu 2,40 Metern unterirdisch voran getrieben. Außerdem wurden zwei 20 Meter tiefe Stahlbetonbauwerke errichtet und mit der notwendigen Technik ausgestattet, um das Abwasser mechanisch behandeln zu können.

 

 

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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