solinger-rundschaus Webseite!
Solingen und mehr
  • Solingen und mehr
  • Panorama
  • Aus der Stadt
  • Solingen früher
17. Juni 2021

Neue Studie

Neue Studie:Vermeidbare Verwirrung

Solingen/Viele –insbesondere ältere Patienten – entwickeln nach einer Operation ein Delir. Die Gründe, die zur Verwirrtheit führen, sind bundesweit für Tumorpatienten im Fachbereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie noch nicht erforscht. Eine Studie der St. Lukas Klinik will Abhilfe schaffen und damit die Heilungschancen verbessern.

Dr. Johanna Lilienbeck sieht viele Patienten nach großen Operationen im Bereich des Schädels auf der Intensivstation. Manche entwickeln Phasen der Verwirrtheit, manche aber auch nicht. Die Frage, die sich die Assistenzärztin der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie (MKG) der St. Lukas Klinik immer wieder stellt: „Gibt es messbare Größen außer dem Alter, die die Wahrscheinlichkeit eines Delirs, eines akuten Zustands der Verwirrtheit, beeinflussen? Und wenn ja, was können wir im stationären Umfeld tun, um die Situation der Patientinnen und Patienten zu verbessern.“ Die Idee der Studie war geboren, die Basis für Dr. Johanna Lilienbecks zweite Doktorarbeit sein wird.

„In der Tat ist die Prävention, eine vorausblickende Therapie eines Delirs schwierig“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Dr. Markus Martini. Der Chefarzt der MKG weiter: „Die Datenlage ist für unser Fachgebiet einfach zu dünn.“ Natürlich lassen sich bestimmte Risikofaktoren aus anderen Bereichen übertragen. „Aber“, sagt Martini, „große Tumor-Operationen am Schädel bergen noch einmal andere Risiken.“ Welche das sind, soll durch die Studie belegt werden.

Auch wenn die Ursachen für ein Delir noch nicht erforscht sind, die Auswirkungen sind es. „Der Heilungsverlauf ist verlangsamt, die Patienten bleiben länger im Krankenhaus, die Sterblichkeit ist erhöht“, sagt Dr. Johanna Lilienbeck. „Von den Angehörigen, die ein Delir oft sehr mitnimmt, gar nicht zu reden.“

Das Alter, darin sind sich alle Studien anderer Fachbereiche einig, ist ein wesentlicher Faktor. „Daher schauen wir uns Patienten über 65 Jahre mit einer Tumorerkrankung im Kopf- oder Hals an, die vor der Operation weder Verwirrtheit noch Anzeichen einer fortgeschrittenen Demenz zeigen“, sagt Dr. Johanna Lilienbeck. Mindestens 60 Patientinnen und Patienten sollen gemeinsam mit dem Kooperationspartner im Kopf-Hals-Tumorzentrum, der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde im Städtischen Klinikum Solingen, innerhalb eines Jahres eingebracht werden. Dann werden die Ergebnisse ausgewertet und auf dem Jahreskongress der MKG im kommenden Jahr vorgestellt.

Die Patientinnen und Patienten der Studie unterziehen sich – vor und nach der Operation – bestimmten standardisierten Untersuchungen, die Risiken wie unter anderem Demenz und Depression einschätzen und in Stufen einteilen. Bei den Tests unterstützt das Assessment der Geriatrie, für deren Patienten gehören die Einstufungstests zum üblichen Aufnahmeverfahren. „Aus den Ergebnissen können wir ableiten, was wir stationär verändern müssen, damit das Risiko eines Delirs mit all seinen möglichen Folgen gesenkt werden kann“, sagt Priv.-Doz. Dr. Dr. Markus Martini, dem Initiator und Leiter der Studie.

Die ersten Teilnehmer der Studie sind bereits gefunden. „Die Teilnahme ist natürlich freiwillig“, erklärt Dr. Johanna Lilienbeck. Aber die meisten nehmen gern teil. „Sie möchten Teil der Verbesserung sein, die wir für unsere Patienten erwarten.“



 

tagPlaceholderTags:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

Urheberrechte

 

Alle Inhalte, wie z.B. Grafiken, Texte und Bilder auf unserer Website sind urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützt. Die Veröffentlichung im World Wide Web oder in sonstigen Diensten des Internet bedeutet noch keine Einverständniserklärung für eine anderweitige Nutzung durch Dritte.

 

 

 

Impressum

V.i.S.d.P. Peter Nied

Fontanestr. 84

42657 Solingen

[email protected]



Impressum | Datenschutz | Sitemap | Vertrag widerrufen
copyright by peter nied
Anmelden Abmelden | Bearbeiten
Jimdo

Diese Webseite wurde mit Jimdo Creator erstellt! Jetzt kostenlos registrieren auf https://de.jimdo.com

  • Solingen und mehr
  • Panorama
  • Aus der Stadt
  • Solingen früher
zuklappen