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04. Juni 2021

Schulzentrum Vogelsang ist "Ort der Veränderung"

Schulzentrum Vogelsang ist "Ort der Veränderung"



Realschule und Gymnasium als Lern-Orte für Nachhaltigkeit

Solingen/Das Schulzentrum Vogelsang ist als „Ort der Veränderung" ausgezeichnet. Seit April läuft die Kampagne, mit der die Stadt Orte vorstellt, die für nachhaltige Entwicklung stehen. Ziel ist es zu zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, einen Beitrag zu leisten und den notwendigen Wandel aktiv mit zu gestalten.

„Es ist großartig, wie sehr sich das Schulzentrum dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt", bedankte sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei seinem Besuch vor Ort bei Vertreterinnen und Vertretern der Schulleitungen und der Schulgemeinde. Im coronabedingt kleinen Kreis wurde jetzt auf dem Außengelände des Schulzentrums eine Stele enthüllt, die die Realschule und das Gymnasium „Modellschulen für Nachhaltigkeit" als „Ort der Veränderung" ausweist. Dass Nachhaltigkeit im Schulleben viele Aspekte hat, zeigen die Hinweise auf der Tafel: Da geht es um Vielfalt und den respektvollen Umgang miteinander, um Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere, um Energiesparen und grünen Strom, um das Lernen, Leben und Arbeiten für eine nachhaltige Zukunft sowie um das Engagement dafür, dass alle Menschen an der Gesellschaft teilhaben können.

Das große Ziel sei vielen klar, betonte Kurzbach: „Wir müssen unsere Art des Lebens verändern, um die Welt für zukünftige Generationen zu erhalten." Entscheidend sei aber die Motivation, persönlich und ganz konkret etwas dafür zu tun und sich selbst verantwortlich zu fühlen. Hier leiste die Schule einen bedeutenden Beitrag.

Die Fähigkeit, nachhaltig zu denken und zu handeln, sei zu einer der wichtigsten Zukunftskompetenzen geworden, erläuterte Petra Klenzner, stellvertretende Schulleiterin der Realschule Vogelsang. Schon immer sei es der Geist des Vogelsangs gewesen, den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse über Phänomene der Natur und Einsichten in die Bedeutung einer vielfältigen Gesellschaft zu vermitteln. Angesichts der wachsenden globalen Herausforderungen habe sich die Schulgemeinschaft entschlossen, den Weg noch konsequenter weiterzugehen und Bildung für nachhaltige Entwicklung fest im Schulprogramm zu verankern.

Bereits im vergangenen Dezember hatten das Schulzentrum und die Stadt Solingen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der den Modellcharakter hervorhebt und die Schulen in ihrem Profilierungsprozess unterstützt. Das gemeinsame Ziel: Das Schulleben soll sich ganzheitlich an den Globalen Nachhaltigkeitszielen und konkret an der daraus entwickelten Solinger Nachhaltigkeitsstrategie ausrichten.

Nach der Enthüllung der Stele nutzten Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Schuldezernentin Dagmar Becker die Gelegenheit, sich vor Ort bei einem Spaziergang über das Schulgelände über bereits bestehende Projekte und neue Konzepte zu informieren. Dabei wurden sie auch selbst aktiv: Im Schulgarten pflanzten sie im Hochbeet Erdbeeren und Salat.

Mit dem Schulzentrum Vogelsang gibt es in Solingen inzwischen rund 20 „Orte der Veränderung", erläuterte Ariane Bischoff, Leiterin des Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei der Stadt Solingen, die die Kampagne federführend betreut. Und sie betont: "Wöchentlich kommen weitere hinzu."


Vertreterinnen und Vertreter der Schulgemeinden von Realschule und Gymnasium, Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Schuldezernentin Dagmar Becker und Ariane Bischoff, Leiterin des Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz, waren dabei, als die Stele „Ort der Veränderung“ enthüllt wurde.

Mensch, hier wird nachhaltig gelernt: Schuldezernentin Dagmar Becker mit Vertretungen der Schülerschaft präsentieren den Kooperationsvertrag. Dahinter: Oberbürgermeister Tim Kurzbach,  Ariane Bischoff, Leiterin des Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Birgit Schoel, Schullleiterin der Realschule, Sabine Lipken-Simon, Stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums sowie Petra Klenzner, stellvertretende Schulleiterin der Realschule.

Foto: Stadt Solingen/Sabine Rische

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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