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01. Juni 2021

Zoll: Rehschädel mit verwesendem Fleisch

Zoll: Rehschädel mit verwesendem Fleisch

Düsseldorf (ots)Der eine bringt sich einen Kühlschrankmagneten als Souvenir aus dem Urlaub mit, der andere ein T-Shirt. Nicht so ein 64-jähriger Deutscher, der am 24.05.2021 aus Samsun in der Türkei am Düsseldorfer Flughafen landete.

Als die Zöllner sein Gepäck kontrollierten, bemerkten sie bereits bei ungeöffnetem Koffer einen unangenehmen Geruch. Auf dem Röntgenbild erkannten sie dann mehrere Tierschädel im Gepäck des Gummersbachers. Als die Zollbeamten den Koffer öffneten, schlug ihnen ein starker Verwesungsgeruch entgegen. Die drei noch feuchten Rehschädel, die der Reisende aus der Türkei einführte, wurden nicht von allen Fleisch-, Knorpel- und Geweberesten befreit, so dass diese während des Rückfluges anfingen zu verfaulen. Der Reisende gab an, dass er Jäger sei und die drei Schädel als Trophäen von seinem Jagdausflug mit nach Deutschland bringe. Die Schädel seinen vor Ort ordnungsgemäß abgekocht worden.

Die eingeführten Rehe stehen nicht unter Artenschutz und dürften, sofern es sich lediglich um die fachmännisch behandelten Schädel gehandelt hätte, eingeführt werden, jedoch war dies in diesem Fall nicht möglich. Aufgrund der verwesenden Fleischreste wurden alle drei Schädel, zum Zwecke der Verhinderung der Einschleppung von Tierseuchen, durch den Zoll sichergestellt. Sie werden im Anschluss durch die Stadt Düsseldorf vernichtet, wobei der Reisende für die Kosten aufkommen muss. Uneinsichtig über die durchgeführte Maßnahme gab der Jäger an, diesbezüglich seinen Anwalt zu informieren, was allerdings die Durchführung der Maßnahme nicht beeinflusste. Im Anschluss durfte er seine Heimreise fortsetzen.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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