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29. April 2021

Temposünder im Visier

Temposünder im Visier

Wuppertal (ots)Zu schnelles Fahren ist eine der Hauptunfallursachen im Straßenverkehr und führt immer wieder zu schweren Unfällen. Deshalb nahm der Verkehrsdienst der Wuppertaler Polizei gestern Temposünder im Bergischen Städtedreieck ins Visier. An über 20 Messstellen waren die Beamtinnen und Beamten in der Zeit von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr mit Lasermessgeräten, Radarwagen und einem Provida-Fahrzeug (Videosystem zur mobilen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung) im Einsatz. Insgesamt kamen 6565 Fahrzeuge in die Messungen, 366 davon waren zu schnell.

Für einen Golf-Fahrer aus Mettmann dürfte der Kontrolltag erhebliche Konsequenzen mit sich bringen. Der 31-jährige fiel zunächst auf der L74 zwischen Kohlfurth und Müngsten auf, weil er die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 44 km/h überschritt. Mit quietschenden Reifen verließ er die Kontrollstelle, um kurze Zeit später erneut mit einer Geschwindigkeitsübertretung aufzufallen. In diesem Fall war er "nur" 25 km/h zu schnell. Den Mann erwarten zwei Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Ähnlich erging es einem Hyundai-Fahrer an gleicher Lasermessstelle. Nachdem er zunächst die Kontrollstelle ordnungsgemäß passiert hatte, ließ er lautstark den Motor aufdrehen. In der Folge geriet auch dieser Verkehrsteilnehmer in eine weitere Kontrollstelle, bei der die Beamten eine Überschreitung von 30 km/h der zulässigen Höchstgeschwindigkeit feststellten.

Auf der A 535, kurz vor dem Sonnborner Kreuz, und auf der Viehbachtalstraße in Solingen fielen zwei weitere Autofahrer auf, weil sie viel zu schnell unterwegs waren. Anstatt der erlaubten 100 km/h ergab die Auswertung der Provida-Aufnahmen 159 km/h bzw. 133 km/h. (weit)

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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