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27. April 2021

„Land lässt Eltern und Städte hängen!“

„Land lässt Eltern und Städte hängen!“

Iris Preuß-Buchholz: „Düsseldorf drückt sich um Unterstützung bei der Erstattung“

Mit großer Sorge registriert die SPD-Ratsfraktion die wachsende Wut vieler Eltern über die Corona-Politik der Landesregierung. „Das betrifft aber nicht nur das Chaos bei den Verordnungen oder den Tests, sondern auch den Umgang mit den KiTa-Gebühren“, sagt Iris Preuß-Buchholz, Vorsitzende der SPD-Fraktion. „Dabei passt die sture Weigerung, den Eltern die Rückzahlung der Gebühren endlich verbindlich zuzusagen, leider sehr gut zum rigorosen Umgang mit den Städten vor Ort.“

„Die Kinder sind nicht in der KiTa, aber die Gebühren werden weiter abgebucht“ – so sieht Iris Preuß-Buchholz, die auch Vorsitzende des Solinger Jugendhilfeausschusses ist, derzeit die Wirklichkeit in vielen Familien. „Politik und Verwaltung haben bereits mehrfach deutlich gemacht, dass die Stadt Solingen in diesen Fällen die Gebühren selbstverständlich erstatten soll.“ Ohne den Beitrag des Landes könne und dürfe Solingen dies als Stärkungspakt-Kommune aber nicht leisten. „Familienminister Stamp ist in den Medien zwar stets sehr meinungsfreudig, aber eine klare Aussage zu den KiTa-Gebühren bekommt man selbst auf bohrende Nachfragen nicht“, sagt Iris Preuß-Buchholz. „Und das schon seit Monaten.“

Wenig seriös seien auch Andeutungen, die Landesregierung könne sich eventuell noch zwei Monate an der Erstattung beteiligen – danach müsse das Thema aber erledigt sein. Iris Preuß-Buchholz: „Ein schäbiger Kuhhandel hilft keinem weiter, Eltern und Städte brauchen eine Zusage bis zum Ende der Corona-Maßnahmen.“

Für die SPD-Ratsfraktion passt dieser Vorgang zum generellen Umgang der Landesregierung mit den Kommunen in NRW: „Im Gegensatz zu fast allen Landesregierungen mit den unterschiedlichsten Parteien-Konstellationen lässt Laschet das bevölkerungsreichste Bundesland bei den Corona-Kosten komplett im Stich.“

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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