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21. April 2021

Solingen-Kennzeichen wird 65 Jahre

Mensch, das Solingen-Kennzeichen wird 65 Jahre


Am 28. April 1956 wurden die neuen Kfz-Kennzeichen eingeführt - Halterung zum Geburtstag

Solingen/red-Zwei Dinge haben St. Gallen und Solingen gemeinsam: In beiden Städten fahren O-Busse, und sowohl der Kanton in der Schweiz als auch die Klingenstadt haben als Kfz-Kennzeichen SG. In Deutschland ist dies natürlich einzigartig - und feiert am 28. April seinen 65. Geburtstag. In Rente geht das Kfz-Kennzeichen aber sicher noch nicht - im Gegensatz beispielsweise zum "LEV" einiger Opladener Fahrzeughalter:innen, deren Autos jetzt wieder ein selbstbewusstes "OP" ziert. Wie kam es überhaupt 1956 zu der bundesweiten Einführung der schwarzen Buchstaben und Ziffern auf weißem Schild? Das im sächsischen Großolbersdorf gelegene "Nummernschildmuseum" gibt Auskunft.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es für einige Monate einen lokalen Wildwuchs an Nummernschildern: Teils wurden noch die alten Schilder, natürlich entnazifiziert (also ohne Hakenkreuzadler im Stempel der Schilder), genutzt, teils wurden von den Alliierten lokal gültige eigene Schilder herausgegeben. 1946 wurden alle Kennzeichen von neuen Schildern abgelöst - mit vier Farben für die unterschiedlichen Besatzungszonen. Die Nummernschilder in der britischen Zone waren schwarz auf blau, die in der französischen Zone schwarz auf rot, in der amerikanischen Zone schwarz auf orange und nur in der sowjetischen Zone blieb es bei schwarzer Farbe auf weißem Grund. Die einzelnen, zusammengelegten Verwaltungsbereiche wurden auch wieder mit unterschiedlichen Erkennungsbuchstaben versehen.

Schon 1947 einigten sich die Besatzungsmächte auf ein einheitliches Nummernschildsystem, welches auch 1948 eingeführt wurde. In der sowjetischen Zone hatte dieses System bis zur Einführung der DDR-Kennzeichen im Jahr 1953 Bestand, in den Westsektoren sogar bis 1956. Die Schilder waren weiß auf schwarz und unterschieden sich anhand der ersten beiden Buchstaben, die nach den Bundesländern vergeben wurden (AB = Amerikanische Zone Bayern, BR = Britische Zone Rheinland etc.). Im Jahre 1948 wurden alle Schilder mit der Jahreszahl „48" versehen. Das Vorhaben, wie in den USA jedes Jahr ein neues Kennzeichenpaar herauszugeben, wurde noch im gleichen Jahr aufgrund der hohen Kosten begraben.

1956 wurde in der Bundesrepublik das noch heute gültige System der Kfz-Kennzeichen eingeführt. Die beiden größten Veränderungen folgten der Gebietsreform Anfang der 70er Jahre und der Wiedervereinigung 1989. Da dieses System von Anfang an für ganz Deutschland ausgelegt war, konnte die Wiedervereinigung der Kfz-Kennzeichen recht problemlos umgesetzt werden.

INFO: Anlässlich des 65. Nummernschild-Geburtstages hat das Solinger Stadtmarketing 1000 Kennzeichenverstärker mit der Aufschrift „2021: Mensch, 65 Jahre Kennzeichen SG" produzieren lassen. Ab dem 28. April sind diese, solange der Vorrat reicht, in der Kfz-Zulassungsstelle an der Gasstraße 22 kostenfrei erhältlich, außerdem in kleineren Mengen im Bürgerbüro Mitte (Mummstraße 1) sowie bei der Falk Dornseifer GmbH (Lüneschloßstraße 9).

 Foto Stadt Solingen

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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