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16. April 2021

Schulen weiter im Distanzunterricht

Schulen weiter im Distanzunterricht




Solingen/Stadt erlässt Allgemeinverfügung, um Sicherheit zu schaffen. Abschlussklassen weiter in Präsenz.

In den Solinger Schulen gilt auch in der kommenden Woche der Distanzunterricht. Das hat die Stadt Solingen entschieden. Entsprechend wird am heutigen Freitag eine Allgemeinverfügung verfasst und veröffentlicht, die die dafür notwendige Grundlage liefert. Damit schafft das Rathaus Sicherheit für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern. Das bereits in dieser Woche gültige Modell wird also bis auf weiteres verlängert (zunächst bis zum 4. Mai). Die Regelung gilt für alle Schulformen. Lediglich die Abschlussklassen bleiben ausgenommen. Für diese findet weiterhin Präsenzunterricht statt.

Am Freitagvormittag sind die Schulen informiert worden. Auch die Fraktionen des Rates waren in die Vorbereitung der Entscheidung eingebunden. "Nach ausführlicher Abwägung schaffen wir jetzt die Klarheit, die wir vom Land erwartet hätten", begründet Oberbürgermeister Tim Kurzbach den Entschluss. "Die Schulen müssen wissen, worauf sie sich einzustellen haben. Die Bildung der jungen Menschen ist extrem wichtig. Und nach einem schweren Jahr Pandemie, in dem die Schüer:Innen, Lehrer:Innen und Eltern höchste Last getragen haben, müssen wir zumindest für Berechenbarkeit sorgen, um das bestmögliche Unterrichtsangebot zu unterbreiten. Zugleich ist es aber unsere oberste Verantwortung als Stadt für den Schutz der Gesundheit zu sorgen."

Kurzbach betont, dass Solingen diese Entscheidung in der Erwartung trifft, dass diese vermutlich eine bundeseinheitliche Regelung vorwegnimmt, die für Mitte kommender Woche erwartet wird. "Dann ist für die erforderliche Kontinuität gesorgt." Die Allgemeinverfügung, die am Montag, 19. April, in Kraft tritt, ist nun noch mit den zuständigen Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen abzustimmen. Solingens Rechtsdezernent Jan Welzel geht davon aus, dass die Verfügung die notwendige Zustimmung erhält. Schuldezernentin Dagmar Becker weist darauf hin, dass die pädagogische Betreuung in den Schulen weiterhin sichergestellt wird.


Verzicht auf Ausgangsbeschränkung

Eine Ausgangsbeschränkung enthält die neue Allgemeinverfügung nicht. "In dieser Frage warten wir ab, wie die Entscheidung in Berlin kommende Woche ausfällt", erklären OB Tim Kurzbach und Rechtsdezernent Jan Welzel. "Wir beobachten die Entwicklung des Infektionsgeschehens ganz genau und bewerten sie von Tag zu Tag." Mit Blick auf die Krankenhauskapazitäten sei es derzeit vertretbar, noch keine Beschränkung zu verfügen. "Allerdings bleibt abzuwarten, ob Bundestag und Bundesrat auch hierzu eine Regelung beschließen, die bundesweit gelten soll. Bis diese Entscheidung gefallen ist, wollen wir möglichst auf den harten Eingriff der Ausgangsbeschränkung verzichten - solange dies in Solingen verantwortbar ist." Für diese Entscheidung hat das Rathaus auch die volle Rückendeckung des Ältestenrates der Stadtratsfraktionen.


Click & meet bleibt

Auch die Click-&-meet-Regelung für den Solinger Einzelhandel wird vorerst aufrechterhalten. Hierzu hatte sich das Rathaus am Donnerstag mit den Vertreter-Verbänden beraten. Am Freitag stimmte der Ältestenrat auch diesem Vorgehen zu. Gültig bleibt hierfür selbstverständlich die notwendige Testpflicht.


Sportanlagen, Parks, Fauna und Vogelpark können weiter öffnen

Gleiches gilt für die Sportanlagen, Bolzplätze und Parks sowie für die Fauna und den Vogelpark. Sie können unter Einhaltung der bekannten Regelungen vorerst weiter genutzt bzw. besucht werden. Wie mit den Händlern wurden zuvor auch Gespräche mit den Vereinsvertretern geführt.




PM Stadtverwaltung SG

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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