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25. März 2021

Nerven der Unternehmer zum Zerreißen gespannt

Regionale Wirtschaft fordert intelligente Corona-Strategie statt Dauer-Lockdown

 

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge fassungslos, Nerven der Unternehmer zum Zerreißen gespannt

 

„Ich bin fassungslos. Seit über einem Jahr haben wir eine Pandemie und für die Politik scheint es immer noch keine anderen Maßnahmen zu geben, als Unternehmen erneut dicht zu machen und das Land in den Dauer-Lockdown zu zwingen. Mit diesen deutlichen Worten kommentiert Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, die Beschlüsse des jüngsten Corona-Gipfels. „Und am Ostersamstag treffen sich nach einem extra Ruhetag alle Kaufwilligen im Lebensmitteleinzelhandel. Wo ist da die Logik?“, fragt sich Wenge.

 

„Bei vielen Kolleginnen und Kollegen sind die Nerven zum Zerreißen gespannt. Sie sehen keine der seit Monaten versprochenen ‚Perspektiven‘ und sind ratlos und verärgert.“ So dramatisch ist aus Sicht von Michael Kozinowski, Vorsitzender des IHK-Einzelhandelsausschusses und Inhaber der Buchhandlung Klaus v. Mackensen, mittlerweile die Stimmung. Katrin Becker, City Arkaden Wuppertal, ergänzt: „Wenn doch selbst das Robert-Koch-Institut den Anteil des Einzelhandels am Infektionsgeschehen für niedrig hält, wie kann man dann weitere Schließungen als begründete Maßnahmen zum Infektionsschutz darstellen?“ Wo blieben die Möglichkeiten, mit Schnelltests Zutritt zu gestatten, fragt die Centermanagerin. „Wir müssen – bei allem vorsichtigen Agieren – endlich praktische Lösungen haben!“

 

Das sieht auch Wenge so: Die regionale Wirtschaft habe seit Beginn der Pandemie vielfältige Anstrengungen zu Hygiene- und Abstandsregelungen unternommen und sei kein Treiber des Ansteckungsgeschehens. Ferner seien viele Unternehmen bereit, mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung sowie Selbst- und Schnelltests für die Belegschaft einen weiteren Beitrag zur Verhinderung weiterer Infektionen zu leisten. „Wir brauchen endlich eine intelligent kombinierte Strategie aus Abstands- und Hygienebestimmungen, mehr Impfungen und Tests sowie digitalen Hilfsmitteln zur Nachverfolgung, Kontrolle und Eindämmung. Das wäre wesentlich zielführender und effektiver als der aktuelle Dauer-Lockdown, der zahlreiche Unternehmen in die Knie zwingen wird“, so Wenge abschließend.

 

 

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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