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22. März 2021

Alle Einzelhandler dürfen ab sofort öffnen

Alle Einzelhandler dürfen ab sofort öffnen

 


 

Solingen/Das Oberverwaltungsgericht NRW hat Beschränkungen außer Kraft gesetzt.

Die bislang geltenden Beschränkungen zur Öffnung im Einzelhandel sind vorläufig aufgehoben. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster entschieden und am Montag mitgeteilt. Mit dem Beschluss vom 19. März 2021 reagiert das OVG auf den Eilantrag eines Media-Marktes und setzt die Vorschriften der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Beschränkung des Einzelhandels vorläufig außer Kraft. Die Begründung: Die bisherige Regelung verstoße gegen den verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz.

Diese Entscheidung gelte ab sofort, betont Solingens Rechtsdezernent Jan Welzel. Ihm ist der Beschluss am Montagmittag bekannt worden. Damit entfalle im gesamten Einzelhandel die Kundenbegrenzung pro Quadratmeter. Auch die Notwendigkeit zur vorherigen Terminbuchung sei aufgehoben.

 

Das Land habe in der Verordnung seinen Spielraum überschritten, argumentieren die Richter. Es fehlten einleuchtende Gründe für die Differenzierungen, die in der Corona-Schutzverordnung formuliert seien. Es verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn Buchhandlungen, Schreibwarenläden und Gartenmärkte mit ihrem gesamten Sortiment unter vereinfachten Bedingungen (also zum Beispiel ohne Terminbuchungen) betrieben werden dürften, Modegeschäfte oder Elektronikketten jedoch nicht. Dagegen hatte ein Media-Markt in Münster geklagt.

Das Urteil des OVG ist unanfechtbar. Allerdings weisen die Richter auch darauf hin, dass es dem Land freigestellt sei, kurzfristig eine Neuregelung zu treffen, die keine unzulässigen Differenzierungen enthalte. Solingens Rechtsdezernent Jan Welzel fordert daher: „Wir haben leider weiterhin eine hohe Inzidenz- und Infektionslage, die Regelungen im Einzelhandel vermutlich vorerst unumgänglich machen. Diese müssen nunmehr schnell und rechtssicher in Kraft gesetzt werden.“

 
PM Stadt Solingen
 

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Kommentare: 2
  • #1

    Beate auf dem Graben (Montag, 22 März 2021 16:56)

    Es kann nicht sein das man da noch lange Diskussionen drüber führt es geht um Existenzen . Um die sich Merkel und ihr Gefolge keine Sorgen machen müssen wehrend alles andere Systematisch zerstört wird , haben die ihre Schäfchen im Trockenen

  • #2

    Rita Flocke (Montag, 22 März 2021 17:10)

    Diskussionen sind halt beliebt, wenn dann noch was Sinnvolles dabei heraus kommt, auch in Ordnung. Nur hier siegt nicht die Vernunft sondern der Bürokratismus. Deshalb dauert auch bei uns alles immer so endlos lange, dabei müsste hier doch die Schnelligkeit an erster Stelle stehen.

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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