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09. März 2021

Schönes Ereignis im Zoo

Schönes Ereignis im Zoo

Wuppertal/der Grüne Zoo Wuppertal freut sich über die Geburt eines Hirschebers, der am 3. März 2021 nachmittags um 15.40 Uhr gesund zur Welt gekommen ist. Hirscheber werden nur selten in Zoologischen Gärten gepflegt und in der Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN als gefährdet (vulnerable) eingestuft. Erst 2019 gelang im Grünen Zoo Wuppertal nach 27 Jahren wieder eine Nachzucht dieser bedrohten Tierart, im vergangenen Jahr wurde ein Jungtier kurz nach der Geburt leider tot im Stall aufgefunden. Daher ist die Freude über die diesmal wieder erfolgreiche Geburt groß.

Für Mutter „Yala“ ist es bereits die dritte Geburt und das zweite Jungtier, um das sie sich nun fürsorglich kümmert. Gemeinsam mit dem kleinen Ferkel hält sie sich aktuell noch überwiegend im Stall auf, wo sie sehr aufmerksam und fokussiert ihren Nachwuchs betreut. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, konnte bereits wenige Sekunden nach der Geburt stehen und laufen, von seiner Mutter „Yala“ wird es mit Muttermilch versorgt. Vater des Jungtiers ist wie beim letzten Nachwuchs das Männchen „Manni“. Damit besteht die Wuppertaler Hirscheberrotte aktuell aus fünf Tieren (zwei Weibchen, zwei Männchen und das Jungtier noch unbekannten Geschlechts).

Der Grüne Zoo Wuppertal ist einer von aktuell fünf Zoos in Deutschland, die Hirscheber pflegen, in ganz Europa werden derzeit rund 40 Tiere gehalten. Geburten bei diesen Schweineartigen aus dem indonesischen Regenwald sind selten, die Zahl der Jungtiere im vergangenen Jahr lag in Europa im einstelligen Bereich. Daher ist die erfolgreiche Geburt nicht nur eine Sensation für den Grünen Zoo, sondern auch von herausragender Bedeutung für den europäischen Bestand und die Erhaltung dieser bedrohten Tierart. Mit großer Begeisterung reagierte daher auch der Zuchtbuchführer Jörg Beckmann aus dem Tiergarten Nürnberg auf die erfreuliche Nachricht aus dem Grünen Zoo.

Gemeinsam mit dem Zoo-Verein Wuppertal e.V. setzt sich der Grüne Zoo für den Schutz der hoch bedrohten Hirscheber in ihrem natürlichen Lebensraum ein, deren Population in freier Wildbahn durch Holzeinschlag und Brandrodungen, illegale Goldschürfungen und Bejagung stark zurückgegangen ist. Seit 2019 unterstützt der Zoo-Verein ein Projekt der ZGAP (Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.) zum Erhalt der Hirscheberpopulation im Nantu-Regenwald, einem der wenigen noch unberührten Waldgebiete auf der indonesischen Insel Sulawesi. Die ZGAP finanziert dort Ranger, um Hirscheber und andere Tiere vor Wilderei zu schützen, und fördert durch Aufklärung und Einbindung der örtlichen Bevölkerung die Akzeptanz und Unterstützung für die Natur- und Artenschutzmaßnahmen vor Ort. Zoo-Verein und Grüner Zoo leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für den internationalen Natur- und Artenschutz und die Erhaltung einer hoch bedrohten Art und ihres Lebensraumes.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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