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21. Januar 2021

Das Tierpark-Brot hilft 650 Solinger Zoo-Tieren


Das Tierpark-Brot hilft 650 Solinger Zoo-Tieren
Bäckerei Stöcker verkauft sein Dinkel-Mischbrot im ganzen Februar zugunsten beider Solinger Tierparks.


„Bitte ein Tierpark-Brot“ wird es im Februar in den sechs Filialen der Solinger Traditionsbäckerei Stöcker heißen. Dann nämlich wollen Ralf Vogelskamp und seine fast 60 Mitarbeiter einen Monat lang knusprig-leckere Dinkel-Mischbrote zugunsten der notleidenden Tiere in den Tierparks Fauna und Vogelpark verkaufen. „Die haben es gerade besonders schwer, und wir wollen gerne helfen“, sagt Bäckermeister Vogelskamp und ergänzt: „Das Tierpark-Brot wird vier Euro kosten, zwei Euro davon gehen an unsere beiden Solinger Zoos“. Für die Kunden gibt es dafür ein rundes Mischbrot aus Urgetreide, 750 Gramm schwer. Man hätte bewusst bekömmliche und beliebte Getreidesorten gewählt, ist aus der Hauptfiliale an der Löhdorfer Strasse zu hören. Gemeint sind Urgetreide wie Emmer, Einkorn oder Dinkel.
Mit dem Verkauf unterstützt die Bäckerei den Betrieb und Erhalt der besonders für Familien und Kinder wichtigen Solinger Tierparks. Dort leidet man seit Frühjahr 2020 unter der Pandemie und weiß sich an manchen Tagen kaum zu helfen. Waren 2019 über 36000 Erwachsene und mehr als 18.000 Kinder im Tierpark an der Ohligser Heide, sank die Zahl während der Teilöffnung 2020 allein um 7000 Erwachsene. Aktuell sind beide Parks geschlossen.
Janet Heinrichs vom Vogelpark erkennt zwar die Richtigkeit der meisten Coronabestimmungen an, doch die Cheftierpflegerin zählt auch ihre hohen monatlichen Kosten auf: „Löhne für zehn Mitarbeiter, Futter für über 300 Tiere, Heizung und Tierarztbehandlungen fallen immer an“. Und Kurzarbeit käme auch nicht infrage, denn die Tiere, die den täglichen Umgang mit den Tierpark-Besuchern vermissen, müssten auch im Shutdown weiter betreut werden. Schnell kämen so gut 25.000 Euro monatlich zusammen. Und als wenn das nicht genug wäre, sei das Dach von Büro und Quarantänestation seit diesem Winter undicht und müsse repariert werden.
Bis auf die Dachreparatur sieht es in der Gräfrather Fauna kaum anders aus. Dort helfen und arbeiten bis zu 15 Mitarbeiter. Das bedeutet Kosten von gut 28.000 Euro im Monat“, sagt Linda Bunzenthal, die zoologische Leiterin des Tierparks. Denn auch hier am höchsten Punkt Solingens müssen täglich rund 350 Tiere versorgt und „bespasst“ werden. Denn wo den Kindern in Coronazeiten die Tiere fehlen, fehlen den Tieren schlichtweg die Besucher. Im Klartext heisst das: 650 Tiere, in beiden Stadtteilen immer hautnah an Besucher gewöhnt, langweilen sich jetzt sehr.
Für sehr wichtig halten auch Gundi Hübel und Peter Hanz, Bezirksbürgermeister in Ohligs und Gräfrath die Existenz von Vogelpark und Fauna. Der Park im Unterland sei schon immer ein wichtiger Baustein im sozialen Leben ihres Stadtteils Ohligs gewesen, weiß Bezirksbürgermeisterin Hübel. Ähnlich sieht das Amtskollege Peter Hanz aus Gräfrath. Dort schätzt man die Fauna als Garant für eine wertvolle Freizeitgestaltung, besonders für Familien und ganz sicher nach Corona.
Diese Gründe und die fehlenden großen Beträge waren es, die Bäckermeister Vogelskamp jetzt zum Handeln veranlassten. Und damit bei seiner Verkaufsaktion auch ein hübsches Sümmchen herausspringt, sollen die Backwaren zugunsten der Tierpark-Tiere den ganzen Februar über verkauft werden. Los geht´s am Montag, den 1. Februar, Ende ist Samstag, der 27. Neben den Filial-Verkäufen wird es das Tierpark-Brot auch freitags am Stöcker-Verkaufsstand auf dem Walder Wochenmarkt geben. Alles, solange der Vorrat reicht.
Mit der Tierparkhilfe wird die Traditionsbäckerei wieder einmal ihrer sozialen Verantwortung gerecht. Immer wieder gab es Backaktionen zugunsten Bedürftiger in der Klingenstadt. Diesmal sind es die Tiere, denen geholfen werden muss. Und damit das weithin sichtbar ist, ziert das Tierpark-Brot das Bild einer sympathischen Eule.Verkauft in einem traditionsreichen Bäckereiunternehmen, das immerhin schon seit 140 Jahren für die Solinger da ist.

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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