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13. Dezember 2020

Klinikum reagiert auf Infektionsgeschehen

Klinikum reagiert auf Infektionsgeschehen



Solingen/Die Anspannung durch die Corona-Pandemie in den Solinger Krankenhäusern nimmt zu. Nachdem sich in der vergangenen Woche die St. Lukas Klinik wegen eines Ausbruchs von der Notfallversorgung abmelden musste, meldet nun auch das Städtische Klinikum 8 positiv getestete Mitarbeiter auf einer Intensivstation. Diese Station ist daher vorsichtshalber für Neuaufnahmen  geschlossen worden. Gleichzeitig konnte durch die Umsetzung von negativ getestetem Pflegepersonal eine weitere Quarantäne-Station mit 18 Betten eingerichtet und in Betrieb genommen werden.

„Insgesamt werden im Klinikum derzeit 27 Patientinnen und Patienten behandelt, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind; 4 davon auf der Operativen Intensivstation, 2 müssen beatmet werden“, berichtet der Medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl.

Insgesamt ist die Belegung im Klinikum durch die angespannte Krankenauslage in Solingen spürbar angestiegen. Aktuell stehen im Klinikum (Stand Sonntagmorgen) 60 freie Betten zur Verfügung, darunter 8 Intensivplätze. Ein akuter Engpass besteht nicht. „Dennoch haben wir ab Montag Operationen von Patientinnen und Patienten mit elektiven Eingriffen zurückgestellt“, erklärt Standl. "Dadurch können wir Fachpflegekräfte aus der Anästhesie auf den Intensivstationen einsetzen."

Denn die Personalsituation bereitet Sorge: „Durch die sprunghaft gestiegene Belegung ist vor allem die Pflege unter Druck geraten“, berichtet Dr. Martin Eversmeyer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums. Zudem stehen unserem Haus 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit nicht zur Verfügung, weil sie positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden (15) oder in Quarantäne (10) sind.“

Das Städtische Klinikum steht in der aktuellen Situation im ständigen Austausch mit der Stadt Solingen, insbesondere mit dem Stadtdienst Gesundheit. Mehrfach am Tag kommt ein Krisenstab im Klinikum zusammen, um die Lage zu

bewerten. Hierzu erklärt der zuständige Beigeordnete im Rathaus, Jan Welzel: „ Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Zurzeit sind wir vor allem darum bemüht, fachliche Unterstützung von außen zu bekommen. Fachkräfte mit medizinischer Erfahrung, die ihre Hilfe anbieten können, sind herzlich willkommen.“ Der Dezernent betont aber gleichzeitig: „Trotz der angespannten Lage können weiterhin Notfälle im Städtischen Klinikum behandelt werden. Das Krankenhaus ist einsatzfähig und stellt als kommunales Krankenhaus der Maximalversorgung das Rückgrat der medizinischen Versorgung in Solingen dar!“

Zusammen mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach sowie der Geschäftsführung des Klinikums bedankt sich Jan Welzel herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich seit vielen Wochen mit hohem Engagement den schwierigen Herausforderungen stellen. „Die nächsten Tage bis Weihnachten werden noch einmal große Anstrengungen bringen. Umso mehr hoffen wir darauf, dass schon bald mit den ersten Impfungen in Solingen begonnen werden kann.“

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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