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09. September 2020

SOS-Menschenhilfe

SOS-Menschenhilfe - ein neues Projekt der Flüchtlingshilfe Solingen e.V.


Solingen/Wie viele Menschen in Solingen waren auch wir in der Flüchtlingshilfe Solingen e.V. erschüttert vom tragischen Tod der fünf Kinder in der vergangenen Woche. Wir haben uns gefragt, wie es zu so einer Verzweiflungstat kommen konnte und ob man sie hätte verhindern können.
Unsere eigenen Beobachtungen - gerade in Zeiten der Corona-Krise - zeigen, dass es offensicht- lich für Menschen in Not schwieriger geworden ist, sich an die richtigen Institutionen zu wenden. Viele Mitarbeiter der verschiedensten Organisationen sind im Home-Office, die Anlaufstellen sind weniger besetzt oder ganz geschlossen und der telefonische Kontakt ist nicht nur unpersönlicher, sondern auch oft erschwert. Dies gilt auch für eine nachhaltige Betreuung bis hin zur Problemlösung.
Hinzu kommt, dass viele Menschen oft nicht in der Lage sind, die für sie richtige Stelle zu finden und z.B. telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. Dabei kann in einer akuten Notlage vielen Menschen schon mit einem ersten Gespräch geholfen werden und ihnen das Gefühl geben, mit ihren Problemen nicht allein zu sein.
Zwei von uns - unsere Vorstandsvorsitzende Saskia Frings und die Therapeutin Christine Osiw - haben sich deshalb mit weiteren freiwilligen Helfern zusammengefunden und das Projekt „SOS- Menschenhilfe“ ins Leben gerufen.
Als Anlaufstelle in Akutsituationen hören sie Menschen in einer Notlage zu, vermitteln Orientierung und Sicherheit und versuchen so eine Brücke zu bauen, damit die Unterstützung durch weitere zuständige Stellen besser greifen kann. Gleichzeitig würden diese entlastet, da es zu weniger Fehlansprachen bei evtl. nicht zuständigen Stellen kommt.
Gleichzeitig ist die Flüchtlingshilfe Solingen ein Ort, wo Menschen einfach sie selbst sein können, unverstellt und ohne Angst vor Bewertung, weil wir alle hin und wieder die Erfahrung brauchen, dass jemand einfach nur zuhört, damit wir uns selbst wieder besser sortieren können.

Ab sofort können sich also Menschen, die alleine nicht mehr weiterwissen, direkt an die Flüchtlingshilfe Solingen e.V., Ufergarten 25, Im MikroMarkt , 42651 Solingen, Tel. +49 177 44 33 647 oder per E-Mail: [email protected] wenden.
Darüber hinaus freuen wir uns sehr über weitere engagierte Ehrenamtler oder „Schutzengel“, die uns bei diesem Projekt unterstützen möchten.

Kontakt:
Flüchtlingshilfe Solingen e.V.
Saskia Frings (1. Vorsitzende) Dr. Birgit Lindlar-Kremer (Medienarbeit) [email protected] [email protected] Ufergarten 25 Frankenstrasse 67 42651 Solingen 42653 Solingen Mobil: Mobil: 015168010882

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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