solinger-rundschaus Webseite!
Solingen und mehr
  • Solingen und mehr
  • Panorama
  • Aus der Stadt
  • Solingen früher
18. Juni 2020

Corona: Stadt erweitert Serien-Tests




Stufenkonzept für Tests bei Akut-Ausbrüchen und in Altenheimen. Personal wird verstärkt. OB appelliert.

Solingen/Die Stadt Solingen erweitert ihre Testkapazitäten, um Infektionen mit dem Corona-Virus in der Klingenstadt möglichst engmaschig zu kontrollieren. Das Vorgehen folgt einem Stufenkonzept, das nach Priorisierung vor allem die Einrichtungen in den Blick nimmt, bei denen eine besondere Gefährdung für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorliegt. Dies sind vor allem stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen. Aber auch andere Gruppen wie zum Beispiel die Einrichtungen der Eingliederungshilfe rücken verstärkt in den Focus. Aus diesem Grund hatte das Rathaus bereits im Mai angekündigt, verstärkt zu testen, insbesondere in den Senioren-Unterkünften. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorgaben und Empfehlungen von Land und Bund.

Entsprechend sind in den vergangenen Wochen bereits mehrere hundert Tests in verschiedenen Einrichtungen durchgeführt worden. Die Erfahrungen zeigen, dass von einem Testteam maximal etwa bis zu 300 Tests pro Woche zu schaffen sind. Denn der Ablauf sieht vor, dass an zwei Tagen getestet wird. An den verbleibenden Wochentagen finden die Auswertungen und die formellen und dokumentarischen Abstimmungen statt, die in dem Verfahren erforderlich sind. In der Regel dauert es bis zu 2 Tage, bis ein Testergebnis vorliegt. Unter anderem sind Einverständniserklärungen notwendig, organisatorische Abläufe mit den Heimleitungen zu klären, Listen zu führen, mit dem Labor zu korrespondieren und vieles mehr. Selbstverständlich wird jedem Getesteten sein Ergebnis zugeschickt. Zum einem Team gehören acht Tester sowie ein Arzt und eine Verwaltungskraft.

Um diese Tests verstärkt anbieten und durchführen zu können und um zugleich auch jederzeit in der Lage zu sein, bei einem akuten Ausbruchsgeschehen umgehend anlassbezogene Testungen vornehmen zu können, werden jetzt in erheblichem Umfang weitere Kapazitäten geschaffen. Diese sollen bis zu 600 Tests pro Woche in Einrichtungen ermöglichen.

Diese Erweiterung ist notwendig, um in den Heimen Schritt für Schritt in angemessenem Umfang Kontrollen durchzuführen. Zuletzt war von "stichprobenartigen Testungen" die Rede. Das bedeutet, dass es das Ziel bleibt, jeweils eine Einrichtung durchzutesten und dann zur nächsten überzugehen. In welcher Reihenfolge das Gesundheitsamt verfährt, wird in Abstimmung mit den Leitungen und mit den Test-Teams entschieden.

Dass dieses Vorgehen notwendig ist und weiterhin große Vorsicht geboten ist, zeigt das aktuelle Ausbruchsgeschehen. Innerhalb einer Woche hat sich die Zahl der aktuell Infizierten auf über 30 Betroffene (Stand: 17. Juni) mehr als verdoppelt. Nach mehreren Infektionen in einem Altenheim am vergangenen Wochenende kam ein weiterer Fall mit mehr als einem Dutzend Neu-Infektionen bei einer Großfamilie hinzu. Das zeigt, wie schnell die Zahlen nach oben schnellen können und wie wertvoll engmaschige Kontrollen sind, um Infektionsketten früh zu unterbrechen.

Eine Ausweitung der Testkapazitäten ist aus Sicht des städtischen Gesundheitsamtes zwingend geboten, weil akute Infektionslagen immer Vorrang genießen und die schnelle Bearbeitung und die Recherche in der Regel sehr aufwendig sind. Aus diesem Grund ist das Gesundheitsamt in den vergangenen Wochen bereits verstärkt worden. Es handelt sich zunächst um 10 Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter aus anderen Teilen der Verwaltung, die das Gesundheitsamt bis auf weiteres unterstützen.

Muss das Gesundheitsamt weiteres Personal anfordern, um das aktuelle Geschehen sowie die Serientests bewältigen zu können, wird dieses jederzeit zur Verfügung gestellt. Dies ist Beschlusslage im Verwaltungsvorstand: "Um das Ausbruchsgeschehen in Solingen jederzeit schnell eindämmen zu können, werden wir unverzüglich alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen", stellt Oberbürgermeister Tim Kurzbach klar. Gleichzeitig betont er, dass Gesundheitsamt und Verwaltung gut vorbereitet seien, um die aktuelle Lage sicher zu managen. "Die Strukturen greifen, die wir in den vergangenen Monaten geschaffen haben. Das Gesundheitsamt steuert die Abläufe bisher vorbildlich - auch im Vergleich zu anderen Städten. Solingen steht im Moment gut da."

Gleichzeitig betont der Oberbürgermeister, dass mit Infektionsfällen wie sie in der vergangenen Woche aufgetreten sind, jederzeit zu rechnen sei. "Deshalb erneuere ich meinen Appell an alle Solingerinnen und Solinger, die Situation weiterhin genauso ernst zu nehmen wie noch im März oder im April. Die Lockerungen dürfen uns nicht in fahrlässige Sicherheit wiegen und uns unvorsichtig werden lassen." Was derzeit passiere, könne die Stadt noch gut bewältigen. "Wir sind weit entfernt von einem neuen Ausnahmezustand. Aber wir müssen auch zusammen konsequent dafür Sorge tragen, dass dies so bleibt."

Neben der Verantwortung, die jeder einzelne im täglichen Leben trägt, sieht der Oberbürgermeister die nächste Ausbaustufe im Serientest-Konzept für Senioren-Einrichtungen als wichtigen Schritt an. In den Solinger Senioren- und Pflegeeinrichtungen leben und arbeiten knapp 4000 Menschen, die aufmerksam im Blick gehalten und geschützt werden müssen.

tagPlaceholderTags:

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Angela Weinem (Donnerstag, 18 Juni 2020 17:28)

    Das Personal sollte mal aufhören in ihren Pausen, in ihrer Arbeitskleidung nach Hause oder sonst wohin zu fahren. Was man hier auf der Cronenbergerstrasse auch sehr oft Beobachtet. Wo bleibt da die Hygiene. Lg. A. Weinem.

GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

Urheberrechte

 

Alle Inhalte, wie z.B. Grafiken, Texte und Bilder auf unserer Website sind urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützt. Die Veröffentlichung im World Wide Web oder in sonstigen Diensten des Internet bedeutet noch keine Einverständniserklärung für eine anderweitige Nutzung durch Dritte.

 

 

 

Impressum

V.i.S.d.P. Peter Nied

Fontanestr. 84

42657 Solingen

[email protected]



Impressum | Datenschutz | Sitemap | Vertrag widerrufen
copyright by peter nied
Anmelden Abmelden | Bearbeiten
Jimdo

Diese Webseite wurde mit Jimdo Creator erstellt! Jetzt kostenlos registrieren auf https://de.jimdo.com

  • Solingen und mehr
  • Panorama
  • Aus der Stadt
  • Solingen früher
zuklappen