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12. Juni 2020

Jobcenter wieder persönlich



Solingen/red-Ab dem 15. Juni öffnen sich wieder die Türen, allerdings müssen Termine vereinbart werden.

Ab Montag, 15. Juni, öffnet das Kommunale Jobcenter schrittweise wieder seine Türen zum persönlichen Kontakt. An der Kamper Straße 35 eingelassen wird aber nur, wer zuvor bei der persönlichen Ansprechpartnerin, dem persönlichen Ansprechpartner oder beim Service-Telefon (0212 290-3800) einen Termin vereinbart hat. Dann erhält man eine schriftliche Einladung, die unbedingt zum Termin mitzubringen und im Eingangsbereich vorzuzeigen ist. Wer eine Begleitperson, etwa zur Übersetzung, mitbringen möchte, muss diese auch unbedingt mit anmelden.

Die Gespräche finden an drei Serviceplätzen auf der fünften Etage statt, die entsprechend den gültigen Hygiene- und Abstandsregeln mit einem Schutz aus Plexiglas ausgerüstet wurden. Man wird am Haupteingang abgeholt und später wieder hinaus begleitet. Im ganzen Haus besteht die Pflicht, eine Nasen-Mund-Bedeckung zu tragen. 

Telefonisch und per E-Mail ist das Kommunale Jobcenter weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar.

In einem nächsten Schritt werden auch zwei Serviceplätze im alten Finanzamt an der Goerdelerstraße für Jugendliche unter 25 Jahren und ein Platz an der Beethovenstraße (Stadtwerke-Gebäude) eingerichtet. Diese werden voraussichtlich am 29. Juni geöffnet. 

Erfahrungen und positive Effekte aus der Zeit der coronabedingten Schließung sollen nicht verloren gehen. Sie werden ausgewertet und in den künftigen regulären Betrieb übernommen.

Bis zum Herbst verlängert ist das coronabedingt vereinfachte Antrags- und Zugangsverfahren zu Sozialleistungen (Bundesgesetz "Sozialschutz-Paket").

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GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität


GdP: Wir brauchen keine immer neuen Debatten über Clankriminalität

Mit großem Unverständnis reagiert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf immer wieder neue politische Diskussionen über Clankriminalität. Das aktuelle Lagebild des Landeskriminalamtes macht aus GdP-Sicht sehr deutlich: „Die Bekämpfung von Clankriminalität bleibt eine der ganz großen Herausforderungen für die Polizei“, erklärte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. Fürs Sicherheitsgefühl der Bürger sei es von immenser Bedeutung, dass ein starker Rechtsstaat hier Flagge zeige.

Der starke Anstieg der Straftaten mit Clanbezug von +20,3% macht aus Mertens‘ Sicht deutlich, dass noch ein langer Atem nötig ist. „Er zeigt aber auch, dass wir mit unserer Null-Toleranz-Strategie richtig liegen und immer mehr Straftaten aus einem bis dato riesigen Dunkelfeld aufdecken“, so der GdP-Vorsitzende. Dass gerade Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen stark angestiegen sind, zeigt das hohe Gewaltpotenzial.
Grundsätzlich gilt: Die Clans sind quer durchs Strafgesetzbuch aktiv, Michael Mertens nennt sie „kriminelle Allrounder“. Die Abschöpfung von zu Unrecht erworbenem Vermögen trifft Clans an ihrer empfindlichsten Stelle – beim Geld. Brutale Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Banden können jederzeit hochkochen. Erst an vergangenen Wochenende verhinderte massive Polizeipräsenz eine Massenschlägerei in Essen.  
Für die GdP ist klar: Die Bekämpfung von Clankriminalität wird auch künftig weiter große personelle Ressourcen binden, über die stark geforderte Kripo hinaus. Wer es hier ernst meint, muss die Polizei in ihrer Breite weiter stärken. „Wichtig ist es aber auch, die Dinge weiterhin klar beim Namen zu nennen“, mahnt Mertens.
Die Polizei benötige politische Rückendeckung und keine immer neuen Debatten in der schwarz-grünen Regierungskoalition, so der GdP-Chef. Man habe es mit hochkriminellen Banden zu tun, die sich auf ihre familiären Strukturen stützen und den Rechtsstaat nicht anerkennen. Ein Lagebild Clankriminalität müsse deshalb auch künftig so heißen. „Dabei ist völlig klar: Nicht jedes Familienmitglied ist kriminell“, betont Michael Mertens.

NRW weiter Zuwachs



Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2022 lebten in Nordrhein-Westfalen
18 139 116 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Einwohnerzahl damit um
214 525 Personen (+1,2 Prozent) höher als ein Jahr zuvor. Obwohl im
vergangenen Jahr 69 682 Menschen mehr starben, als Kinder geboren
wurden, stieg die Einwohnerzahl. Dafür sorgte ein positiver
Wanderungssaldo mit 283 366 mehr Zuzügen als Fortzügen. Das
Statistische Landesamt weist darauf hin, dass bei der Ermittlung der
Bevölkerungsentwicklung auch Korrekturen mit einfließen (2022:
+841); diese sind hauptsächlich auf sog. „Rücknahmen von Zu- bzw.
Fortzügen” zurückzuführen, die von den Kommunen erst nach
Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden.



(195 / 23) Düsseldorf, den 20. Juni 2023

Redaktion

 

Peter Nied

Cassandra Fuchs

Hasan Talsik (Fotos)

Mona Kubat

 

 

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